Skip to content

Jahresübersicht 2022

Termine zu Vortrags- und anderen öffentlichen Veranstaltungen der Gedenkstätte Deutscher Widerstand werden auch in der Presse veröffentlicht. Auf Wunsch wird Ihre Anschrift gerne in den Veranstaltungsverteiler der Gedenkstätte Deutscher Widerstand aufgenommen. Dies ist auch per Telefon: +49-30-26 99 50 00 oder Fax: +49-30-26 99 50 10 möglich.

Mi, 19.10.202212:00 Uhr

» … abgeholt!« Gedenken an den Beginn der nationalsozialistischen Deportationen von Juden aus Berlin vor 81 Jahren

Ort: Mahnmal "Gleis 17", S-Bahnhof Grunewald, 14193 Berlin

Die Ständige Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum, das Land Berlin, die Jüdische Gemeinde zu
Berlin, die Israelitische Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin, die Inge Deutschkron Stiftung und die Deutsche Bahn Stiftung laden Sie und Ihre Freunde herzlich zur Gedenkveranstaltung am Mahnmal »Gleis 17« am Montag, den 19. Oktober 2022, um 12 Uhr ein.

Zum Thema
Am 18. Oktober 1941, vor 81 Jahren, verließ der erste Berliner »Osttransport« mit mehr als 1.000 jüdischen Kindern, Frauen und Männern den Bahnhof Grunewald in Richtung Litzmannstadt (Łódz˙). Ab 1942 fuhren Deportationszüge auch vom Anhalter Bahnhof und vom Güterbahnhof Moabit ab. Ziele der Transporte waren Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager in Minsk, Kowno, Riga, Piaski, Warschau, Theresienstadt, Sobibor, Rasik und Auschwitz.
Frieda Flatau stammte aus Breslau, zog nach ihrer Schauspielausbildung nach Berlin und war unter dem Künstlernamen »Maria Fiore« tätig. Seit 1933 mit einem faktischen Berufsverbot belegt, bemühte sie sich immer verzweifelter um ihre Auswanderung. Die 51-jährige wurde am 18. Oktober 1941 vom Gleis 17 deportiert und am 8. Mai 1942 im Vernichtungslager Kulmhof (Chełmno) in einem Gaswagen erstickt.
Insgesamt wurden bis zu sechs Millionen jüdische Kinder, Frauen und Männer Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Juden Europas, darunter mehr als 50.000 aus Berlin.

 

PROGRAMM

Begrüßung
Uwe Neumärker, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum 2022 und Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Rede
Dennis Buchner, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin

Lesung
Biografien deportierter Berliner Jüdinnen und Juden

Musik
Antje Thierbach

Kaddisch
Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama, Rabbiner des House of One Berlin und Vorsitzender der Allgemeinen Rabbinerkonferenz (ARK)

Do, 13.10.202215:00 Uhr

Festveranstaltung 70 Jahre Gedenkstätte Plötzensee

Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Zweite Etage, Saal 2B

aus Anlass des 70. Jahrestages der Einweihung der Gedenkstätte Plötzensee laden die Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand und das Landesarchiv Berlin Sie herzlich zur Festveranstaltung 70 Jahre Gedenkstätte Plötzensee ein.

Senator Dr. Klaus Lederer MdA
Grußwort

Prof. Dr. Johannes Tuchel, Gedenkstätte Deutscher Widerstand
70 Jahre Gedenkstätte Plötzensee – Rückbesinnung und Ausblick

Prof. Dr. Uwe Schaper, Landesarchiv Berlin
Berliner Gefängnisakten aus der NS-Zeit – Möglichkeiten und Perspektiven

Dr. Petra Behrens/Dr. Gerd Kühling Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Zur Online-Ausstellung über die Entstehungsgeschichte der Gedenkstätte Plötzensee

Zugleich als Livestream unter www.gdw-berlin.de/livestream

Wir würden uns sehr freuen, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 9. Oktober 2022 per E-Mail: veranstaltung(at)gdw-berlin.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00

Sa, 08.10.2022  –  So, 09.10.202220:00 Uhr

Die Vermessung der Demokratie

Ein Theaterabend über Wilhelm Leuschner

Ort: theaterforum kreuzberg, Eisenbahnstraße 21, 10997 Berlin

Jan Uplegger, Yumiko Tsubaki (Violine) und Maria Hinze (Klavier) präsentieren in spannender szenischer Inszenierung das beeindruckende Leben eines Menschen, der zur Zeit des Nationalsozialismus zu den engagiertesten Verteidigern der deutschen Demokratie zählte.
Wer war der Mann, der das zivile Netzwerk um das Attentat des 20. Juli herum aufbaute?
Deutschlandweit war neben der militärischen Verschwörung um Stauffenberg eine gewerkschaftsnahe Untergrundbewegung aktiv, ohne die der Umsturz nicht hätte begonnen werden können. Ihr Kopf war Wilhelm Leuschner – in einer neuen Regierung nach Hitlers Tod als Vizekanzler vorgesehen.
Dreh- und Angelpunkt für die geheimen Aktivitäten war Leuschners Fabrik für Bierschankanlagen in der Kreuzberger Eisenbahnstraße.

Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen

In Kooperation mit dem DGB, der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, der Friedrich-Ebert-Stiftung und in Zusammenarbeit mit der Wilhelm-Leuschner-Stiftung

Vorstellungen:
Samstag, 08.10.2022, 20.00 Uhr
Sonntag, 09.10.2022, 20.00 Uhr

Kartenreservierung
Telefon: 030 700 71 710
Reservierungsformular

Mi, 05.10.202218:30 Uhr

Zwei Bäume in Jerusalem. Filmvorführung und Gespräch mit Cornelia Schmalz-Jacobsen

Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Zweite Etage, Saal 2B

Vor zwanzig Jahren schrieb Cornelia Schmalz-Jacobsen das Buch "Zwei Bäume in Jerusalem", in dem sie die Geschichte ihrer Eltern Eberhard und Donata Helmrich schildert, die während des Holocausts vielen Jüdinnen und Juden das Leben retteten. Nun hat Humanity in Action auf Basis des Buches den animierten Kurzfilm "Zwei Bäume in Jerusalem" gedreht. Darin erzählt Cornelia Schmalz-Jacobsen nicht nur die Geschichte ihrer Eltern, sondern beschreibt auch, wie ihre Kindheitserfahrungen sie selbst und ihr Wirken als Journalistin und Politikerin prägten.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V., Humanity in Action und Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 4. Oktober 2022 per E-Mail an riffel(at)gegen-vergessen.de.

Di, 04.10.202219:00 Uhr

»Bibelforscher – unglaublicher Mut«.

 

Vortrag und Diskussion

zu Verfolgung und Widerstand der Zeugen Jehovas im nationalsozialistisch beherrschten Europa

Ort: Topographie des Terrors, Auditorium, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

Die christliche Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas, die sich auch Ernste Bibelforscher nannte, wurde
seit 1933 in Deutschland und ab 1938 auch im nationalsozialistisch beherrschten Europa systematisch verfolgt. Fast 14.000 Zeugen Jehovas – Frauen und Männer – wurden inhaftiert, darunter 4.200 in Konzentrationslagern, wo sie mit einem »lila Winkel« stigmatisiert wurden. Mindestens 1.700 Zeugen Jehovas verloren ihr Leben. Unter ihnen ist die größte Gruppe von Kriegsdienstverweigerern im Nationalsozialismus. Ihr Schicksal trug zur Verankerung des Grundrechts auf Kriegsdienstverweigerung im Grundgesetz bei.

Auch im Kommunismus und in vielen autoritären Staaten wurden Zeugen Jehovas im 20. Jahrhundert in Europa verfolgt, wobei auch NS-Opfer erneut verhaftet und drangsaliert wurden. Noch heute sind sie – etwa in der Russischen Föderation – massiver Repression ausgesetzt.


Anmeldung bitte bis zum 28. September 2022: staendigekonferenz(at)orte-der-erinnerung.de

So, 02.10.202215:00 Uhr

Online-Einführung in die Dauerausstellung "Widerstand gegen den Nationalsozialismus"

Für Einzelbesucher*innen bieten wir am ersten Sonntag im Monat kostenfreie Online-Einführungen in die Dauerausstellung "Widerstand gegen den Nationalsozialismus" an. Im Rahmen der Online-Einführung lernen die Teilnehmenden ausgewählte Themen der Dauerausstellung "Widerstand gegen den Nationalsozialismus" kennen.

Anhand biografischer Beispiele werden die gesellschaftliche Breite und die soziale Vielfalt des Widerstands gegen den Nationalsozialismus vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Motive, Ziele und Handlungsspielräume der Menschen im Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur. Die Referent*innen stehen gerne für Fragen und ein Gespräch zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Eine Anmeldung ist bis freitags um 12.00 Uhr möglich. Schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an bildung(at)gdw-berlin.de. Im Anschluss an Ihre Anmeldung erhalten Sie per E-Mail die Zugangsdaten zur Online-Einführung.

Weitere Informationen finden Sie hier ...

Do, 29.09.202219:00 Uhr

Hermann Vinke: "Cato Bontjes van Beek. Leben will ich, leben, leben. Die junge Frau, die gegen die Nazis kämpfte und ihr Leben ließ"

 

Buchvorstellung

Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Zweite Etage, Saal 2B
Zugleich als Livestream unter www.gdw-berlin.de/livestream

Cato Bontjes van Beek wird am 5. August 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee durch das Fallbeil ermordet. Sie liebte die Natur, Bücher, das Fliegen, die Menschen und die Freiheit. Früh engagierte sie sich im Widerstand, schließlich in der Roten Kapelle. Die in diesem Buch zum ersten Mal veröffentlichten Fotografien, Briefe und Kassiber lassen uns teilhaben an der Entwicklung eines lebensfrohen Mädchens hin zu einer innerlich gefestigten jungen Frau, die früh ihr Leben lassen musste.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Gedenkstätte Deutscher Widerstand und Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.

Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 24. September 2022 per E-Mail: veranstaltung(at)gdw-berlin.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00.

 

Do, 15.09.202218:00 Uhr

Fehlende Hälfte der Geschichte. Irena Bobowska
, die vergessene Heldin.

 

DISKUSSIONEN / PERFORMANCE / AUSSTELLUNG / KONZERTE
4 Orte / 4 Termine / 4 Themen / 8 Gedichte 

Die Veranstaltungsreihe „Fehlende Hälfte der Geschichte“ ist ein Versuch, die polnisch-deutsche Geschichte zu vervollständigen, indem es an Frauen erinnert – vergessene Heldinnen, die aus den Seiten der Geschichte gelöscht wurden, polnische Frauen, die vor 100 Jahre gemeinsam mit Frauen in Deutschland um ihre Rechte gekämpft haben, die später die Opfer des Krieges waren, aber auch für die Freiheit gekämpft haben. Viele von ihnen haben in Berlin gehandelt oder sind dort ermordet. In dem Projekt wollen wir an die Polinnen in Berlin erinnern, die von dem Verbrecher-Regime verfolgt, gefoltert, umgebracht und danach noch in die Vergessenheit gebannt wurden. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine hat die Geschichte eine völlig neue Dimension, die sehr relevant und aktuell ist.

www.dziewuchyberlin.org/15-9-2022-unterdruckung/

So, 04.09.202215:00 Uhr

Online-Einführung in die Dauerausstellung "Widerstand gegen den Nationalsozialismus"

Schwerpunktthema "Widerstand im Kriegsalltag"

Für Einzelbesucher*innen bieten wir am ersten Sonntag im Monat kostenfreie Online-Einführungen in die Dauerausstellung "Widerstand gegen den Nationalsozialismus" an. Im Rahmen der Online-Einführung lernen die Teilnehmenden ausgewählte Themen der Dauerausstellung "Widerstand gegen den Nationalsozialismus" kennen.

Anhand biografischer Beispiele werden die gesellschaftliche Breite und die soziale Vielfalt des Widerstands gegen den Nationalsozialismus vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Motive, Ziele und Handlungsspielräume der Menschen im Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur. Die Referent*innen stehen gerne für Fragen und ein Gespräch zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Im Mittelpunkt der Online-Einführung am 4. September 2022 steht der Themenschwerpunkt "Widerstand im Kriegsalltag.

Eine Anmeldung ist bis freitags um 12.00 Uhr möglich. Schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an bildung(at)gdw-berlin.de. Im Anschluss an Ihre Anmeldung erhalten Sie per E-Mail die Zugangsdaten zur Online-Einführung.

Weitere Informationen finden Sie hier ...

Fr, 02.09.202213:00 Uhr

Vortrag

Prof. Dr. Johannes Tuchel: Der Bendlerblock - Überlegungen zu Geschichte und Nutzung des Gebäudes im 20. Jahrhundert

Geschlossene Veranstaltung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung und der an den Fassadenrekonstruktionsarbeiten beteiligten Firmen

Do, 25.08.202219:00 Uhr

Sozialdemokratie in Brandenburg 1933–1989/90. Lebenswege zwischen Widerstand, Vereinnahmung und Neubeginn


Buchvorstellung


Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Zweite Etage, Saal 2B

Die meisten Frauen und Männer, deren Lebenswege zwischen 1933 und 1989/90 der jetzt vorgelegte Band nachzeichnet, gehörten unterschiedlichen Strömungen des Widerstands gegen die deutschen Diktaturen an. Die Veranstaltung führt zunächst in die Geschichte der Brandenburger SPD während ihres Verbots (1933-1945) und ihrer Nichtexistenz (1946-1989) ein.

Drei Persönlichkeiten werden als Beispiele sozialdemokratischen Widerstands vorgestellt: Rudolf Breitscheid (Sabine Hering), Ernst Tschickert (Hans-Rainer Sandvoß) und Hermann Maaß (Johannes Tuchel).

Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 22. August 2022 per E-Mail: veranstaltung(at)gdw-berlin.de oder Telefon: 030-26 99 50 00.

Do, 11.08.202219:00 Uhr

Johannes Tuchel: "„… wenn man bedenkt, wie jung wir sind, so kann man nicht an den Tod glauben.“ Liane Berkowitz, Friedrich Rehmer und die Widerstandsaktionen der Berliner Roten Kapelle


Buchvorstellung

Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Zweite Etage, Saal 2B

Der Band zeichnet anhand einer Vielzahl neuer Quellen die Lebensgeschichten von Liane Berkowitz und Friedrich Rehmer und die Widerstandsaktionen der Berliner Roten Kapelle in den Jahren 1941 und 1942 nach. Erstmals werden sämtliche überlieferten Haftbriefe und Kassiber der beiden sowie andere zentrale Quellen abgedruckt. So entsteht eine intensive Annäherung an die historische Realität des Widerstands, aber auch an die Verzweiflung zweier sich liebender Menschen im Angesicht des nahenden Todes.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und des Lukas Verlags.

Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 8. August 2022 per E-Mail: veranstaltung(at)gdw-berlin.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00.

Fr, 05.08.202215:00 Uhr

Kuratorenführung

Gemeinsam mit dem Filmemacher und Künstler Stefan Roloff laden wir Sie zu einer Kuratorenführung durch die aktuelle Sonderausstellung "Stefan Roloff: Zeitzeugnisse - Überlebende der Roten Kapelle sprechen" ein.

Treffpunkt: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, 1. Etage, Sonderausstellungsbereich

DIE VERANSTALTUNG IST KOMPLETT AUSGEBUCHT! EINE ANMELDUNG IST LEIDER NICHT MEHR MÖGLICH.

Informationen zur Ausstellung finden Sie hier ...

Di, 19.07.202220:00 Uhr

Prof. Dr. Benjamin Ziemann: "Der 20. Juli 1932: Eine verpasste Chance zur Rettung der Weimarer Republik?"

Festvortrag

anlässlich des 78. Jahrestages des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944


Ort: St. Matthäus-Kirche, Matthäikirchplatz am Kulturforum, 10785 Berlin-Mitte
Zugleich als Livestream unter www.gdw-berlin.de/livestream

Am 20. Juli 1932 setzte Reichskanzler Franz von Papen die preußische Regierung des Sozialdemokraten Otto Braun ab. Eine Notverordnung bestellte von Papen zum Reichskommissar. Diese Attacke gegen das demokratische "Bollwerk Preußen" war eine wichtige Etappe beim autoritären Umbau des politischen Systems der Weimarer Republik. Gab es nach dem 20. Juli noch eine Chance zur Rettung der Republik? Diese Frage steht im Zentrum des Vortrages von Benjamin Ziemann, Professor für Neuere deutsche Geschichte an der University of Sheffield.

Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 14. Juli 20229 per E-Mail: veranstaltung(at)gdw-berlin.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00.

Sa, 16.07.2022  –  Mi, 20.07.2022

Kuratorenführungen

Gemeinsam mit dem Filmemacher und Künstler Stefan Roloff laden wir Sie zu Kuratorenführungen durch die aktuelle Sonderausstellung "Stefan Roloff: Zeitzeugnisse - Überlebende der Roten Kapelle sprechen" ein.

Termine:
16.7.2022: 15 Uhr
19.7.2022: 15 Uhr und 16 Uhr
20.7.2022: 11 Uhr

Treffpunkt: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, 1. Etage, Sonderausstellungsbereich

Wir bitten Sie um Anmeldung unter veranstaltung(at)gdw-berlin.de

Informationen zur Ausstellung finden Sie hier ...

Do, 14.07.202216:00 Uhr

Stefan Roloff: Zeitzeugnisse - Überlebende der Roten Kapelle sprechen

Ausstellungseröffnung

Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Zweite Etage, Saal 2B
Zugleich als Livestream unter www.gdw-berlin.de/livestream

Programm
Senator Klaus Lederer: Grußwort
Stefan Roloff: Zur Ausstellung
Prof. Dr. Johannes Tuchel: Der Widerstand der Roten Kapelle

Im Herbst 1942 nahm die Sonderkommission "Rote Kapelle" mehr als 120 Menschen fest, im Winter 1942/43 folgten 49 Todesurteile des Reichskriegsgerichts. Andere wurden ohne jedes Verfahren ermordet. Diese Ereignisse jähren sich 2022 zum 80. Mal. Stefan Roloff fand als international anerkannter Künstler und Sohn eines Überlebenden der Roten Kapelle einen ganz persönlichen Zugang zu elf Beteiligten des Geschehens in den 1940er Jahren. In dieser Videoinstallation kommen Überlebende der Roten Kapelle, Familienangehörige und Freunde selbst zu Wort. Wir können ihnen zuhören. Die Videoinstallation wird ergänzt durch die Dokumentation "Rote Kapelle – Lebenswege im Widerstand".

DIE VERANSTALTUNG IST KOMPLETT AUSGEBUCHT! EINE ANMELDUNG IST LEIDER NICHT MEHR MÖGLICH.

Wir laden Sie herzlich ein, per Livestream digital an der Ausstellungseröffnung teilzunehmen: www.gdw-berlin.de/livestream

Do, 14.07.2022  –  Mi, 20.07.2022

Veranstaltungen anlässlich des 78. Jahrestags des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944


Programm


Donnerstag, 14. Juli 2022

16:00 Uhr
Eröffnung der Sonderausstellung "Stefan Roloff: Zeitzeugnisse - Überlebende der Roten Kapelle sprechen"
Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Zweite Etage, Saal 2 B
Zugleich als Livestream unter www.gdw-berlin.de/livestream

DIE VERANSTALTUNG IST KOMPLETT AUSGEBUCHT! EINE ANMELDUNG IST LEIDER NICHT MEHR MÖGLICH.

Wir laden Sie herzlich ein, per Livestream digital an der Ausstellungseröffnung teilzunehmen:
www.gdw-berlin.de/livestream



Samstag, 16. Juli 2022

15:00 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung "Stefan Roloff: Zeitzeugnisse - Überlebende der Roten Kapelle sprechen"
Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Erste Etage


Dienstag, 19. Juli 2022


15:00 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung "Stefan Roloff: Zeitzeugnisse - Überlebende der Roten Kapelle sprechen"
Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Erste Etage

16:00 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung "Stefan Roloff: Zeitzeugnisse - Überlebende der Roten Kapelle sprechen"
Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Erste Etage

20:00 Uhr
Vortragsveranstaltung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Festvortrag von Prof. Dr. Benjamin Ziemann, Professor of Modern German History, The University of Sheffield
"Der 20. Juli 1932: Eine verpasste Chance zur Rettung der Weimarer Republik?"

Ort: St. Matthäus-Kirche, Matthäikirchplatz 1, 10785 Berlin
Zugleich als Livestream unter www.gdw-berlin.de/livestream


Mittwoch, 20. Juli 2022

09:00 Uhr
Ökumenischer Gottesdienst in der Gedenkstätte Plötzensee
Gestaltet von Superintendent Carsten Bolz und
Pater Klaus Mertes SJ
Zugleich als Livestream unter www.gdw-berlin.de/livestream

11:00 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung "Stefan Roloff: Zeitzeugnisse - Überlebende der Roten Kapelle sprechen"
Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Erste Etage

11:00 Uhr - 14:00 Uhr
Möglichkeit zum Besuch der Dauerausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
(Referentinnen und Referenten beantworten gerne Ihre Fragen)
Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Zweite Etage

15:00 Uhr
Feierstunde der Bundesregierung und der Stiftung 20. Juli 1944
Begrüßung: Dr. Robert Habeck, MdB
Grußwort: Franziska Giffey, MdA
Gedenkrede: Swetlana Tichanowskaja
Totengedenken: Valerie Riedesel Freifrau zu Eisenbach
Kranzniederlegung

Ort: Gedenkstätte Plötzensee
(nur für geladene Gäste)
Zugleich als Livestream unter www.gdw-berlin.de/livestream


Für die Feierstunde der Bundesregierung und der Stiftung 20. Juli 1944 ist eine Anmeldung beim Protokoll Inland im Bundesministerium des Innern und für Heimat nötig.
Bitte entnehmen Sie die Hinweise dazu und die Adresse der Einladung.

Mi, 29.06.202219:00 Uhr

Gottfried Paasche: Hammersteins Töchter. Eine Adelsfamilie zwischen Tradition und Widerstand

Buchvorstellung mit Lesung

Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Zweite Etage, Saal 2B

Das Urteil der historischen Forschung ist weitgehend einhellig: Der deutsche Adel war während der Weimarer Republik in großen Teilen zutiefst konservativ bis rechtsorientiert. Die Familie des letzten Chefs der Reichswehr kann hingegen als eindrucksvolles Gegenbeispiel gelten. General Kurt von Hammerstein (1878–1943) war entschiedener Gegner Hitlers und dessen Politik. Seine Töchter Marie Louise, Maria Therese und Helga verzichteten auf Status und Privilegien. Marie Louise und Helga fanden zum Kommunismus und arbeiteten dem Nachrichtendienst der KPD zu. Maria Therese half verfolgten Juden bei der Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland.

Gottfried Paasche, Sohn von Maria Therese von Hammerstein und Enkel von Hans Paasche, entwirft ein grandioses Panorama einer Familiengeschichte des 20. Jahrhunderts.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und des Metropol Verlags Berlin.


DIE VERANSTALTUNG IST KOMPLETT AUSGEBUCHT! EINE ANMELDUNG IST LEIDER NICHT MEHR MÖGLICH.

Mo, 27.06.202214:00 Uhr

Fachtag „Demokratische Aufbrüche im Berliner Stadtraum sichtbar machen“

Der Fachtag lädt interessierte Menschen dazu ein, sich über die (Un-)Sichtbarkeit von Orten der Demokratiegeschichte in Berlin auszutauschen. Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit dem Vorschlag, dezentral in Berlin, an insgesamt 48 Schauplätzen der Demokratiegeschichte, Erinnerungszeichen zu errichten. Sie sollen auf die historischen Ereignisse hinweisen, der Information dienen und Gesprächsanlass für Anwohner:innen, Tourist:innen und Schulklassen sein.

Der Fachtag ist eine Kooperationsveranstaltung der Berliner Landeszentrale für politische Bildung mit dem Aktiven Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. und dem Gedenkort Friedhof der Märzgefallenen/Paul Singer e.V.

Gastgeberin und Veranstaltungsort ist die Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstr. 13-14, 10785 Berlin.

Nähere Informationen zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter diesem Link.

Sa, 25.06.202220:00 Uhr

Die Vermessung der Demokratie. Ein Theaterabend über Wilhelm Leuschner

von und mit Jan Uplegger, Yumiko Tsubaki und Maria Hinze

Ort: Theaterforum Kreuzberg, Eisenbahnstraße 21, 10997 Berlin

Leider muss die Aufführung wegen der „Corona“-Erkrankung einer Beteiligten ausfallen. Ein Ersatztermin ist in Vorbereitung

Wilhelm Leuschner war der Kopf der Untergrund-Gewerkschaft - in einer neuen Regierung nach Hitlers Tod als Vizekanzler vorgesehen. Dreh- und Angelpunkt für die geheimen Aktivitäten war Leuschners Fabrik für Bierschankanlagen in der Kreuzberger Eisenbahnstraße.

Jan Uplegger, Yumiko Tsubaki (Violine) und Maria Hinze (Klavier) präsentieren in spannender szenischer Inszenierung das beeindruckende Leben eines Menschen, der zur Zeit des Nationalsozialismus zu den engagiertesten Verteidigern der deutschen Demokratie zählte.

Eintritt 15,-/8,-
Theaterforum Kreuzberg
Eisenbahnstraße 21
10997 Berlin
Kartenreservierung: 030 700 71 710
Reservierungsformular

In Kooperation mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und unterstützt von der Wilhelm-Leuschner-Stiftung Bayreuth

Fr, 24.06.202220:00 Uhr

Die Vermessung der Demokratie. Ein Theaterabend über Wilhelm Leuschner

von und mit Jan Uplegger, Yumiko Tsubaki und Maria Hinze

Ort: Theaterforum Kreuzberg, Eisenbahnstraße 21, 10997 Berlin

Leider muss die Aufführung wegen der „Corona“-Erkrankung einer Beteiligten ausfallen. Ein Ersatztermin ist in Vorbereitung


Wilhelm Leuschner war der Kopf der Untergrund-Gewerkschaft - in einer neuen Regierung nach Hitlers Tod als Vizekanzler vorgesehen. Dreh- und Angelpunkt für die geheimen Aktivitäten war Leuschners Fabrik für Bierschankanlagen in der Kreuzberger Eisenbahnstraße.

Jan Uplegger, Yumiko Tsubaki (Violine) und Maria Hinze (Klavier) präsentieren in spannender szenischer Inszenierung das beeindruckende Leben eines Menschen, der zur Zeit des Nationalsozialismus zu den engagiertesten Verteidigern der deutschen Demokratie zählte.

Eintritt 15,-/8,-
Theaterforum Kreuzberg
Eisenbahnstraße 21
10997 Berlin
Kartenreservierung: 030 700 71 710
Reservierungsformular

In Kooperation mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und unterstützt von der Wilhelm-Leuschner-Stiftung Bayreuth

Do, 02.06.202218:30 Uhr

Forum 20. Juli 1944 – Vermächtnis und Zukunftsauftrag

Ort: Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Klingelhöferstr. 23, 10785 Berlin

Eine Veranstaltung der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kooperation mit der Stiftung 20. Juli 1944


In diesem Jahr geht es beim Forum 20. Juli 1944 um die Behandlung des Widerstands im Schulunterricht: Welche Aspekte werden vermittelt? Wie sind die Inhalte aufbereitet? Was kommt bei Schülern davon an? Und welche Grenzen setzen die Lehrpläne und der schulische Alltag?

Diese Fragen werden mit Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schleswig-Holstein (zugeschaltet), Klaus Mertes SJ, Direktor des Canisius-Kollegs Berlin und des Kollegs St. Blasien a.D., Prof. Dr. Alfons Kenkmann, Professor für Didaktik der Geschichte an der Universität Leipzig, Prof. Dr. Johannes Tuchel, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, sowie mit Schülerinnen und Schülern diskutiert.

Die Anmeldung erfolgt über die Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung unter diesem Link.

Weitere Informationen und das Programm finden Sie in der Einladung.

Do, 19.05.202213:00 Uhr

Stolpersteinverlegungen an zwölf verschiedenen Orten in Potsdam

Die Landeshauptstadt Potsdam lädt zur Verlegung von 16 Stolpersteinen an zwölf verschiedenen Orten am
19. Mai 2022 herzlich ein.

Beginn ist um 13 Uhr in der Hermann-Maaß-Straße 37 mit einem Grußwort von Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, und einem Vortrag von Prof. Dr. Johannes Tuchel, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, zum Gedenken an Hermann Maaß.

Der Künstler Gunter Demnig wird persönlich die Verlegung vornehmen und damit ein weiteres wichtiges Zeichen im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus setzen. Schülerinnen und Schüler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums, der Waldorfschule Potsdam, des Hannah-Arendt-Gymnasiums, Mitglieder der Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes sowie weitere Engagierte haben über die Menschen, für die Stolpersteine verlegt werden, intensiv recherchiert und sich für das Gedenken an sie eingesetzt.

Weitere Informationen und das Programm finden Sie in der Einladung.

Di, 17.05.202218:00 Uhr

Ausstellungseröffnung "Verdienter Bürger oder NS-Täter. Die Lebensgeschichte des Chronisten Rudolf Dörrier"

Die Eröffnungsveranstaltung findet in der Aula
der Reinhold-Burger-Schule statt,
Neue Schönholzer Straße 32, 13187 Berlin

Anschließend besteht die Möglichkeit zur Ausstellungsbesichtigung in den Museumsräumen des Museum Pankow, Heynstraße 8, fußläufig.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung diskutiert der wissenschaftliche Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Prof. Dr. Peter Steinbach, in einem Podiumsgespräch mit dem Historiker Dr. Harry Waibel. Die Historikerin und Publizistin Dr. Anette Leo führt in die Ausstellung ein.

Weitere Informationen und das Programm finden Sie in der Einladung.

Mo, 09.05.20229:00 Uhr

Erinnerung an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Frankreich und Deutschland


Vortrag von Hélène Camarade, Université Bordeaux Montaigne

im Rahmen des Kick-Off-Treffens "RESIST - In the name of human rights. Learning materials dealing with resistance against National Socialism in Europe using the example of France and Germany 1933-1945"

Sa, 07.05.202216:00 Uhr

Vortrag: Kriegsendphasenverbrechen in Berlin - Taten und Täter


Vortrag von Prof. Dr. Johannes Tuchel

im Rahmen der Veranstaltung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge "Helden, Täter, Opfer – Spurensuche in Berlin"

Sa, 07.05.2022  –  Di, 10.05.2022

Projektstart und Kick-Off-Treffen: RESIST – In the name of human rights.

Learning materials dealing with resistance against National Socialism in Europe using the example of France and Germany 1933-1945

Obwohl die Auseinandersetzung mit dem Widerstand in Europa wesentlich zur Demokratie- und Menschenrechtsbildung beitragen kann, liegen bisher kaum entsprechende Lehr-/Lernmaterialien vor. Dies gilt insbesondere für digitale Angebote. In einer länderübergreifenden Kooperation unterschiedlicher historisch-politischer Bildungsinstitutionen werden im Rahmen des Projektes biografische Materialien sowie eine pädagogische Handreichung für die Durchführung von Lernangeboten in binationalen Jugendaustauschen und pädagogischen Settings an Schulen, Gedenkstätten und anderen Lernzusammenhängen entwickelt. Weiterhin wird eine digitale Ausstellung entworfen, die Jugendlichen durch unterschiedliche Vermittlungsebenen einen interaktiven und mehrdimensionalen Zugang zu den Personen des Widerstands bietet.
Das länderübergreifende Projekt „RESIST – In the name of human rights“ wird kofinanziert von der Europäischen Union.

Weitere Informationen und das Programm des Kick-Off-Treffens finden Sie in der Einladung.

Do, 28.04.202219:30 Uhr

„Ohr der Kirche, Mund der Stummen“. Gedenken an Dorothee und Harald Poelchau


Vortrag

im Ökumenischen Gedenkzentrum Plötzensee e.V.
Heckerdamm 226, 13627 Berlin


Martina Voigt
(freie Mitarbeiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand)

"Wir waren uns darüber klar, dass diese Hilfe für Helfer Lebensgefahr bedeutete."

Der Pfarrer Harald Poelchau (1903 - 1972) trat zum 1. April 1933 eine Stelle als Gefängnisseelsorger in Berlin an und begleitete im Dritten Reich etwa 1000 Menschen, meist politische Gefangene des Naziregimes, auf dem Weg zu ihrer Hinrichtung. Gemeinsam mit seiner Frau Dorothee Poelchau (1902 - 1977) koordinierte er ab 1941 ein Netzwerk, das untergetauchte Juden versteckte. Anlässlich des 50. Todestages von Harald (+ 29. April 1972) und des 120. Geburtstages von Dorothee Poelchau (* 06. Juni 1902) erinnern wir an das widerständige Ehepaar mit drei Veranstaltungen

Veranstalter: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Ökumenisches Gedenkzentrum Plötzensee (ÖGZ), Haus-Kreisau-Berlin Ev. Berufsschularbeit/Jugendbildungsstätte, Ev. Kirche-Berlin-Brandenburgschlesische Oberlausitz, Gedenkstätte Deutscher Widerstand.

In Innenräumen bitten wir um das Tragen einer FFP 2 Maske.

Do, 28.04.202218:30 Uhr

„Ohr der Kirche, Mund der Stummen“. Gedenken an Dorothee und Harald Poelchau


Ökumenische Friedensandacht

in der kath. Gedenkkirche Maria Regina Martyrum
Heckerdamm 230, 13627 Berlin


Der Pfarrer Harald Poelchau (1903 - 1972) trat zum 1. April 1933 eine Stelle als Gefängnisseelsorger in Berlin an und begleitete im Dritten Reich etwa 1000 Menschen, meist politische Gefangene des Naziregimes, auf dem Weg zu ihrer Hinrichtung. Gemeinsam mit seiner Frau Dorothee Poelchau (1902 - 1977) koordinierte er ab 1941 ein Netzwerk, das untergetauchte Juden versteckte. Anlässlich des 50. Todestages von Harald (+ 29. April 1972) und des 120. Geburtstages von Dorothee Poelchau (* 06. Juni 1902) erinnern wir an das widerständige Ehepaar mit drei Veranstaltungen

Veranstalter: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Ökumenisches Gedenkzentrum Plötzensee (ÖGZ), Haus-Kreisau-Berlin Ev. Berufsschularbeit/Jugendbildungsstätte, Ev. Kirche-Berlin-Brandenburgschlesische Oberlausitz, Gedenkstätte Deutscher Widerstand.

In Innenräumen bitten wir um das Tragen einer FFP 2 Maske.

Mo, 25.04.202210:30 Uhr

Erschlagen, erstochen, erschossen – Zur Erinnerung an die von den Nationalsozialisten ermordeten Angehörigen des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold


Gedenkveranstaltung

Ort: Friedhof Columbiadamm, Columbiadamm 122, 10965 Berlin-Neukölln


Begrüßung:

Dr. Fritz Felgentreu
Vorsitzender des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V.

Ansprache:
Christine Lambrecht
Bundesministerin der Verteidigung

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V.

Schon vor 1933 fielen dem rechtsradikalen und nationalsozialistischen Terror mehr als 50 Angehörige der Republikschutzorganisation Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold zum Opfer. Sie sind heute in Vergessenheit geraten. In Berlin wurde am 25. April 1925 der Reichsbanner-Mann Erich Schulz auf offener Straße erschossen. Seine Beerdigung am 2. Mai wurde zur Demonstration für die Republik. Am Grab von Erich Schulz fanden bis 1933 Gedenkveranstaltungen für die von den Nationalsozialisten Ermordeten statt.

Diese Tradition haben das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold und die Gedenkstätte Deutscher Widerstand 2017 wieder aufgenommen.

Eine Aufzeichnung der Gedenkveranstaltung können Sie am Abend des 25. April 2022 um 18 Uhr auf unserer Website unter www.gdw-berlin.de/livestream online sehen.



So, 24.04.202218:00 Uhr

„Ohr der Kirche, Mund der Stummen“. Gedenken an Dorothee und Harald Poelchau


Gedenkgottesdienst

in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Breitscheidplatz, 10789 Berlin


mit Pfn. Marion Gardei und Pfn. Kathrin Oxen

Der Pfarrer Harald Poelchau (1903 - 1972) trat zum 1. April 1933 eine Stelle als Gefängnisseelsorger in Berlin an und begleitete im Dritten Reich etwa 1000 Menschen, meist politische Gefangene des Naziregimes, auf dem Weg zu ihrer Hinrichtung. Gemeinsam mit seiner Frau Dorothee Poelchau (1902 - 1977) koordinierte er ab 1941 ein Netzwerk, das untergetauchte Juden versteckte. Anlässlich des 50. Todestages von Harald (+ 29. April 1972) und des 120. Geburtstages von Dorothee Poelchau (* 06. Juni 1902) erinnern wir an das widerständige Ehepaar mit drei Veranstaltungen

Veranstalter: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Ökumenisches Gedenkzentrum Plötzensee (ÖGZ), Haus-Kreisau-Berlin Ev. Berufsschularbeit/Jugendbildungsstätte, Ev. Kirche-Berlin-Brandenburgschlesische Oberlausitz, Gedenkstätte Deutscher Widerstand.

In Innenräumen bitten wir um das Tragen einer FFP 2 Maske.

Mo, 14.03.202218:00 Uhr

Digitale Ausstellungseröffnung: "Verräter" oder "Helden"? Fritz Bauer und der "Prozess um den 20. Juli 1944"

als Livestream unter: www.gdw-berlin.de/livestream
Eine Teilnahme vor Ort ist leider nicht möglich.

Otto Ernst Remer ist als Kommandeur des Wachbataillons "Großdeutschland" am Abend des 20. Juli 1944 an der Gegenaktion im Bendlerblock beteiligt. 1949 gehört er zu den Mitbegründern der rechtsextremen "Sozialistischen Reichspartei". Im Frühjahr 1951 diffamiert auch Remer die Widerstandskämpfer als "Landesverräter". Der Braunschweiger Generalstaatsanwalt Fritz Bauer klagt ihn wegen "übler Nachrede" und "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener" an und initiiert einen "Prozess um den 20. Juli". Die Widerstandskämpfer sollen vom Stigma des Verrats befreit und das Recht zum Widerstand gegen das NS-Unrechtsregime soll endlich anerkannt werden.

Mo, 28.02.202216:00 Uhr

Gedenken an die "Fabrik-Aktion" und den Protest in der Rosenstraße


PROGRAMM

16.00 Uhr
Stilles Gedenken am Mahnmal Große Hamburger Straße, Berlin-Mitte
– El Male Rachamin: Kantor Simon Zkorenblut, Jüdische Gemeinde zu Berlin
– Kaddisch: Rabbiner Jonah Sievers, Jüdische Gemeinde zu Berlin
– Anschließend: Schweigemarsch zur Rosenstraße

16.25 Uhr
Gedenkfeier vor der Skulptur von Ingeborg Hunzinger, Rosenstraße, Berlin-Mitte
– Begrüßung: Dr. Andrea Riedle, Mitglied der Ständigen Konferenz und Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors
– Gedenkwort: Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin
– Merkwort: Dr. Mario Offenberg, Israelitische Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin
– Trialogischer Austausch von Religionen als Gegenwartsbeteiligung: Marion Gardei, Kübra Dalkilic und Esther Hirsch
– Hebräischer Gebetsgesang: Kantorin Esther Hirsch, Synagoge Sukkat Schalom

Musikalische Umrahmung vom Chor des Moses-Mendelssohn-Gymnasiums

Das Zeitzeugengespräch im Instituto Cervantes wird 2022 leider entfallen.

Die Zeremonie ist ab 1. März 2022 auf www.orte-der-erinnerung.de/aktuelles einsehbar.

Es gilt die 3G-Regelung mit der Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske während der gesamten Veranstaltung. Aufgrund der Pandemientwicklung ist eine kurzfristige Absage leider möglich.

Bitte melden Sie sich und ggf. Ihre Begleitperson verbindlich bis zum 25. Februar 2022 an unter: staendigekonferenz(at)orte-der-erinnerung.de

Die Veranstaltung wird aufgenommen und anschließend im Internet zugänglich sein. Wenn Sie an der Zeremonie teilnehmen, stimmen Sie zu, dass Foto- und Filmaufnahmen von der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum und dem Initiativkreis veröffentlicht werden dürfen.

Do, 10.02.202218:00 Uhr

Online-Podiumsgespräch: Das Erbe des Nationalsozialismus - Über den Umgang der evangelischen Kirchen nach 1945 mit Kirchenbauten und Kirchenkunst aus der NS-Zeit


Pfarrerin
Marion Gardei im Gespräch mit Beate Rossié

als Livestream unter: www.gdw-berlin.de/livestream
Eine Teilnahme vor Ort ist leider nicht möglich.

Die aktuelle Sonderausstellung "Neue Anfänge nach 1945?" soll auch zur Diskussion über den Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in anderen Landeskirchen anregen. Entgegen gängigen Vorstellungen wurden auch in der NS-Zeit Kirchen gebaut und kirchliche Kunst produziert. Wie ging die evangelische Kirche mit diesem Erbe um? Beate Rossié führt mit einem Impulsvortrag ein, anschließend diskutieren Sie und Marion Gardei darüber.

So, 06.02.202215:00 Uhr

Online-Einführung in die Dauerausstellung "Widerstand gegen den Nationalsozialismus"

Für Einzelbesucher*innen bieten wir am ersten Sonntag im Monat kostenfreie Online-Einführungen in die Dauerausstellung „Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ an. Im Rahmen der Online-Einführung lernen die Teilnehmenden ausgewählte Themen der Dauerausstellung „Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ kennen.

Anhand biografischer Beispiele werden die gesellschaftliche Breite und die soziale Vielfalt des Widerstands gegen den Nationalsozialismus vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Motive, Ziele und Handlungsspielräume der Menschen im Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur. Die Referent*innen stehen gerne für Fragen und ein Gespräch zur Verfügung.  Die Teilnahme ist kostenfrei.

Eine Anmeldung ist bis freitags um 12.00 Uhr möglich. Schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an bildung(at)gdw-berlin.de. Im Anschluss an Ihre Anmeldung erhalten Sie per E-Mail die Zugangsdaten zur Online-Einführung.

Weitere Informationen finden Sie hier ...

Do, 03.02.202218:00 Uhr

Online-Podiumsgespräch: Neue Anfänge nach 1945? Wie die Landeskirchen Nordelbiens mit ihrer NS-Vergangenheit umgingen


Dr. Stephan Linck im Gespräch mit Sigrid Hoff


als Livestream unter: www.gdw-berlin.de/livestream

Eine Teilnahme vor Ort ist leider nicht möglich.

Die aktuelle Sonderausstellung "Neue Anfänge nach 1945?" basiert auf den Untersuchungen Stephan Lincks zum Umgang der Landeskirchen in Schleswig-Holstein und Hamburg zur NS-Vergangenheit und zu ihrem Verhältnis zum Judentum 1945 bis 1985. Die Berliner Journalistin Sigrid Hoff wird mit ihm über seine Forschungen und die Diskussionen über seine Arbeiten sprechen.

Di, 25.01.202217:00 Uhr

Buchvorstellung und Gespräch: Antifaschisten im Exil und Widerstand: Margarete Schütte-Lihotzky und Wilhelm Schütte

Wolfgang Benz im Gespräch mit Thomas Flierl

Eine Veranstaltung des Literaturforums im Brecht-Haus in Kooperation mit der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus, Informationen finden Sie unter: www.lfbrecht.de
und
digital als Livestream auf:
https://www.youtube.com/watch?v=TtPq259eQEk

Die Kommunistin Margarete Lihotzky war die erste Architektin in Österreich. Mit ihrem Mann Wilhelm Schütte lebte und arbeitete sie seit 1938 in der Türkei. Im Widerstand gegen den Nationalsozialismus wurde sie 1941 verraten. Der Briefwechsel zwischen Margarete aus dem Zuchthaus in Aichach und Wilhelm in Istanbul ist ein historisches und menschliches Dokument von hohem Rang. Der Herausgeber Thomas Flierl gibt im Gespräch mit Wolfgang Benz Einblick in die Berufs- und Lebenswelt des Ehepaares.

Margarete Schütte-Lihotzky und Wilhelm Schütte »„Mach den Weg um Prinkipo, meine Gedanken werden Dich dabei begleiten!“ Der Gefängnis-Briefwechsel 1941–1945« ist eine Publikation der Schriftenreihe der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.

Do, 13.01.202218:00 Uhr

Digitale Ausstellungseröffnung: Neue Anfänge nach 1945? Wie die Landeskirchen Nordelbiens mit ihrer NS-Vergangenheit umgingen

als Livestream unter: www.gdw-berlin.de/livestream
Eine Teilnahme vor Ort ist leider nicht möglich.

Die von der Evangelischen Akademie der Nordkirche verantwortete Wanderausstellung dokumentiert den langen Weg zur Auseinandersetzung der evangelischen Kirchen in Norddeutschland mit eigener Schuld in der NS-Zeit und danach. Sie geht unter anderem der Frage nach, inwieweit die nationalprotestantische Mentalität, die die Hinwendung zum Nationalsozialismus gefördert hatte, auch nach 1945 wirkmächtig blieb. Im Vordergrund stehen konkrete Fälle aus den früheren nordelbischen Landeskirchen und einzelnen Gemeinden. Dazu wird auch deutlich, wie die evangelischen Kirchen in Norddeutschland nach 1945 zu NS-Tätern und Kriegsverbrechern nicht nur nicht auf Distanz gingen, sondern diese oftmals sogar unterstützten.

So, 02.01.202215:00 Uhr

Online-Einführung in die Dauerausstellung "Widerstand gegen den Nationalsozialismus"

Für Einzelbesucher*innen bieten wir am ersten Sonntag im Monat kostenfreie Online-Einführungen in die Dauerausstellung „Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ an. Im Rahmen der Online-Einführung lernen die Teilnehmenden ausgewählte Themen der Dauerausstellung „Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ kennen.

Anhand biografischer Beispiele werden die gesellschaftliche Breite und die soziale Vielfalt des Widerstands gegen den Nationalsozialismus vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Motive, Ziele und Handlungsspielräume der Menschen im Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur. Die Referent*innen stehen gerne für Fragen und ein Gespräch zur Verfügung.  Die Teilnahme ist kostenfrei.

Eine Anmeldung ist bis freitags um 12.00 Uhr möglich. Schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an bildung(at)gdw-berlin.de. Im Anschluss an Ihre Anmeldung erhalten Sie per E-Mail die Zugangsdaten zur Online-Einführung.

Weitere Informationen finden Sie hier ...