Biografien

Claus Schenk Graf von Stauffenberg
Claus Schenk Graf von Stauffenberg 

Claus Schenk Graf von Stauffenberg

(15. November 1907 - 20. Juli 1944)

Im bayerischen Schwaben geboren und katholisch erzogen, zeichnet sich Claus Schenk Graf von Stauffenberg schon früh durch ein sozialethisch begründetes Verantwortungsbewusstsein aus. Gemeinsam mit seinem Bruder Berthold setzt er sich mit den Grundfragen menschlicher Existenz auseinander. Stauffenberg absolviert eine Generalstabsausbildung und gilt als besonders begabter Offizier. Im Verlauf des Krieges durchschaut er den verbrecherischen Charakter der nationalsozialistischen Politik. Nur allmählich jedoch kann er sich aus der Faszination lösen, welche die militärischen Erfolge Hitlers bei ihm bewirken. Nach einer schweren Verwundung wird er im September 1943 als Stabschef in das Allgemeine Heeresamt berufen. Zu diesem Zeitpunkt zählt er zum engsten Kreis der entschlossenen Gegner des NS-Regimes und rückt in den Mittelpunkt der militärischen Konspiration. Als 1943 wiederholt Attentatspläne scheitern, entschließt sich Stauffenberg Anfang Juli 1944, selbst den Anschlag auf Hitler zu wagen. Am 20. Juli 1944 gelingt es ihm, ein Sprengstoffpaket in das scharf bewachte „Führerhauptquartier Wolfschanze“ in Ostpreußen einzuschleusen und zu zünden. Am Nachmittag nach Berlin zurückgekehrt, versucht er fieberhaft, hohe Offiziere für den Umsturz zu gewinnen. Nach dem Scheitern des Umsturzversuches wird Claus Schenk Graf von Stauffenberg noch in der gleichen Nacht zusammen mit seinen Mitverschwörern im Hof des Bendlerblocks erschossen.

 

 

Literatur

  • Christian Müller: Oberst i.G. Stauffenberg. Eine Biographie. Düsseldorf 1971
  • Eberhard Zeller: Oberst Claus Graf Stauffenberg. Ein Lebensbild. Mit einer Einführung von Peter Steinbach. Paderborn 1994
  • Joachim Kramarz: Claus Graf Stauffenberg. 15.11.1907 bis 20.7.1944. Das Leben eines Offiziers. Frankfurt am Main 1965
  • Kurt Finker/Annerose Busse: Stauffenberg und der 20. Juli 1944. Berlin (Ost) 1984
  • Peter Hoffmann: Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Brüder. Stuttgart 1992