Der Berliner Rechtsanwalt Carl Langbehn - seit Mitte der dreißiger Jahre entschiedener Gegner des Nationalsozialismus - kooperiert mit dem bürgerlichen Widerstand. Seit Frühjahr 1940 kennt er Johannes Popitz. Langbehns Kontakte zum Amt Ausland/Abwehr beim Oberkommando der Wehrmacht ermöglichen ihm Reisen ins Ausland. Gleichzeitig verfügt er über gute Beziehungen zu Heinrich Himmler. Die Töchter beider sind Klassenkameradinnen. Popitz und Langbehn glauben, vermutete Meinungsverschiedenheiten innerhalb der nationalsozialistischen Führung für die Zwecke der Opposition nutzen zu können. Deshalb vermittelt Langbehn im August 1943 ein Gespräch zwischen Popitz und Himmler. Doch bleibt Himmlers Verhalten unergründlich. Nach einer Reise in die Schweiz wird Langbehn wegen seiner Kontakte zu Allen W. Dulles und dem amerikanischen Geheimdienst im September 1943 von der Gestapo verhaftet. Nach dem 20. Juli 1944 verurteilt ihn der Volksgerichtshof am 3. Oktober zum Tode. Am 12. Oktober 1944 wird Carl Langbehn in Berlin-Plötzensee ermordet.