Willy Sachse, 1896 in Leipzig geboren, erlernt den Beruf eines Feinmechanikers und schließt sich der sozialistischen Jugendbewegung an. Während des Ersten Weltkrieges ist er als Oberheizer einer der Organisatoren der politischen Unruhen in der Marine von 1917 und wird mit Max Reichpietsch, Albin Köbis und zwei weiteren Matrosen zum Tode verurteilt. Reichpietsch und Köbis werden am 5. September 1917 erschossen, die anderen zu 15 Jahren Zuchthaus begnadigt und Ende 1918 aus der Haft entlassen. Ende der zwanziger Jahre löst sich Sachse vom Kurs der KPD und nähert sich dem Kreis um Josef Römer. Er arbeitet als Schriftsteller, später als technischer Zeichner. Sachse wird einer der engsten Mitarbeiter von Römer und verfasst illegale Schriften für die Gruppen um Uhrig und Römer. Am 4. Februar 1942 wird Willy Sachse festgenommen, am 6. Juni 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 21. August 1944 in Brandenburg-Görden ermordet.