2. Zwischen Gestapo, "Sippenhaft" und Standgericht. Instrumente und Methoden der innenpolitischen Repression in Deutschland nach dem 20. Juli 1944

Nach dem Scheitern des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 setzte nicht nur eine scharfe Verfolgung gegen die direkt oder mittelbar Verschworenen ein, sondern auch eine neue Welle der Repression gegen vollkommen Unbeteiligte. Da eine Arbeit über die Repression nach dem 20. Juli 1944 trotz der Vielzahl von Literatur zum Umsturzversuch noch immer ein Desiderat der Forschung ist, hat das Projekt Teilstudien zu Instrumenten und Methoden der Gewalt nach dem 20. Juli 1944 vorgelegt. Dazu gehören die Sonderkommission 20. Juli 1944, die Verhandlungen vor dem Volksgerichtshof, Ein- und Durchführung der sogenannten Aktion Gewitter sowie die Standgerichte und Mordaktionen 1945. Aus dem Projektzusammenhang wurden bisher publiziert:

Literatur:

  • Ulrike Hett / Johannes Tuchel:
    Die Reaktionen des NS-Staates auf den Umsturzversuch vom 20. Juli 1944, in: Peter Steinbach / Johannes Tuchel (Hrsg): Widerstand gegen den Nationalsozialismus, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung und Berlin: Akademie-Verlag 1994, S. 377 - 390. Überarbeitete Fassung in: Peter Steinbach/Johannes Tuchel (Hrsg.): Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur 1933 - 1945, Berlin (Lukas Verlag) und Bonn (Bundeszentrale für politische Bildung) 2004, S. 522 - 538.
  • Ulrike Hett / Johannes Tuchel:
    Ein demokratischer Neuaufbau sollte verhindert werden. Nationalsozialistische Mordaktionen im Frühjahr 1945, in: Die Mahnung 42 (1995), Nr. 4, S. 1f.
  • Ulrike Hett / Johannes Tuchel:
    Mordaktionen im Frühjahr 1945: Terror noch in der letzten Stunde, in: Das Parlament Nr 18/19, 28.4.1995, S. 3.
  • Peter Steinbach:
    Die Rache des Regimes. Prozesse vor dem Volksgerichtshof nach dem 20. Juli 1944, in: Information für die Truppe 1997, Nr. 7/8 S. 80 - 91.
  • Peter Steinbach:
    Die Prozesse vor dem Volksgerichtshof nach dem 20. Juli 1944, in: Recht und Politik 34 (1998), Heft 2., S. 112 - 119.
  • Johannes Tuchel:
    „Rechtspflege“ und Mordaktionen durch die Geheime Staatspolizei, in: Heribert Ostendorf/Uwe Danker (Hrsg.): Die NS-Strafjustiz und ihre Nachwirkungen, Baden-Baden 2003, S. 137 – 153.
  • Johannes Tuchel:
    Die Rache des Regimes, in: DIE ZEIT, Nr. 51 vom 9. Dezember 2004, S. 90
  • Johannes Tuchel:
    Befreiung und Mord. Das Kriegsende im Berliner Zellengefängnis Lehrter Straße 3, in: Die Mahnung 52 (2005), S. 1f.
  • Johannes Tuchel:
    Vor dem „Volksgerichtshof“. Schauprozesse vor laufender Kamera, in: Gerhard Paul (Hrsg.), Das Jahrhundert der Bilder 1900 – 1945, Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 2009, S. 648 – 657.
  • Johannes Tuchel:
    Zur Verfolgung von Gewerkschaftern nach dem 20. Juli 1944. Die Gestapoermittlungen und der Schauprozess gegen Wilhelm Leuschner vor dem nationalsozialistischen „Volksgerichtshof“, in: Ursula Bitzegeio/Anja Kruke/Meik Woyke (Hrsg.): Solidargemeinschaft und Erinnerungskultur im 20. Jahrhundert. Beiträge zu Gewerkschaften, Nationalsozialismus und Geschichtspolitik, Bonn: J.H.W. Dietz-Verlag 2009, S. 329 – 360.
  • Johannes Tuchel:
    Die Verfahren vor dem „Volksgerichtshof“ nach dem 20. Juli 1944, in: Manuel Becker/ Christoph Studt (Hrsg.): Der Umgang des Dritten Reiches mit den Feinden des Regimes, Münster: LIT-Verlag 2010, S. 131–146.