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Hilde Meisel (Hilda Monte)

31. Juli 1914 - 18. April 1945
Hilde Meisel (Hilda Monte) Hilde Meisel (Hilda Monte) 

Hilde Meisel wächst in einer bürgerlich-jüdischen Familie auf und schließt sich als 15-jährige dem Internationalen Sozialistischen Kampfbund (ISK) an. Seit 1933 lebt sie im Exil in London und versucht, Verbindungen zu NS-Gegnern herzustellen und Verfolgten bei der Flucht zu helfen. Mehrfach reist sie mit Papieren, die auf den Namen Hilda Monte ausgestellt sind, nach Deutschland, um Nachrichten, Bücher und Briefe zu übermitteln. In ihren Gedichten und Novellen zeichnet sie ein Bild vom "anderen Deutschland". Ihr Versuch, 1941 in enger Abstimmung mit dem britischen Geheimdienst von Portugal aus erneut nach Deutschland zu gelangen, scheitert. 1944 nimmt Hilde Meisel von der Schweiz aus Kontakt zu österreichischen Widerstandsgruppen auf. Sie wird im Frühjahr 1945 auf dem Rückweg von Österreich in die Schweiz von einem Zöllner erschossen.

Literatur

  • Sabine Lemke-Müller: Ethik des Widerstands. Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Bonn 1996