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„Tod den Nazi-Verbrechern!“

Widerstand gegen den Nationalsozialismus am Kriegsende

Eine Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Informationen zur Sonderausstellung

Im September 1944 überschreiten alliierte Truppen südlich von Aachen die Grenze des Deutschen Reichs. Einen Monat später rückt die Rote Armee in Ostpreußen ein. Trotz der alliierten Übermacht ruft die NS-Führung dazu auf, den Krieg bis "zum letzten Blutstropfen" fortzusetzen. Jeder Ort soll ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung verteidigt werden. Wer sich den Befehlen widersetzt, Kritik am Regime übt oder Zweifel am "Endsieg" äußert, riskiert sein Leben.
Einzelne stellen sich den nationalsozialistischen Zerstörungsbefehlen jedoch entgegen und versuchen, die sinnlose Verteidigung ihrer Heimatorte zu verhindern. Sie nehmen Kontakt zu den Alliierten auf, entwaffnen Mitglieder des "Volkssturms" und rufen in Flugblättern dazu auf, sich den Durchhaltebefehlen zu widersetzen. In verschiedenen Orten fordern Bewohnerinnen und Bewohner öffentlich eine kampflose Übergabe ihrer Städte und Dörfer. Diese Kundgebungen werden häufig von Frauen getragen.
Das Spektrum der Widerstandshandlungen kurz vor Kriegsende reicht von spontaner Verweigerung bis hin zu geplanten Aktionen politischer Gegner des Nationalsozialismus, die versuchen, die nationalsozialistischen "Führer" vor Ort zu entmachten.

Die Ausstellung wird vom 10. Juli 2020 bis zum 12. Januar 2021 im Sonderausstellungsbereich in der 1. Etage der Gedenkstätte Deutscher Widerstand gezeigt.

Den Katalog der Sonderausstellung können Sie gerne gegen Rechnung für 5 Euro bei der Gedenkstätte Deutscher Widerstand bestellen oder kostenfrei als PDF-Datei herunterladen.

Öffnungszeiten

Mo – Fr 9 – 18 Uhr
Sa, So und Feiertags 10 – 18 Uhr

Änderungen vorbehalten. Information unter Telefon: 030/26 99 50 - 00.