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Ursula Goetze

29. März 1916 - 05. August 1943
Ursula Goetze Ursula Goetze 

Die in Berlin geborene Ursula Goetze tritt als Gymnasiastin dem kommunistischen Jugendverband bei und ist deswegen 1933 für kurze Zeit inhaftiert. Nach dem Besuch der Handelsschule ist sie seit 1935 als Stenotypistin tätig, hält enge Verbindungen zu einem Kreis Neuköllner Kommunisten und beteiligt sich hier an Hilfsaktionen für rassisch und politisch Verfolgte. Entscheidend wird die Begegnung mit der Schauspielerin Eva Knieper, mit der sie das Abendgymnasium besucht und die 1939 den Nervenarzt John Rittmeister heiratet. Rittmeister steht in engem Kontakt zu Harro Schulze-Boysen und beteiligt sich an den Widerstandsaktionen der Roten Kapelle. In Goetzes Wohnung finden Treffen, auch mit französischen Zwangsarbeitern, statt. In der Nacht vom 17. auf den 18. Mai 1942 kleben sie und ihr Freund Werner Krauss etwa 50 Zettel gegen die NS-Propaganda-Ausstellung „Das Sowjetparadies” und werden dabei von Friedrich Rehmer geschützt. Ursula Goetze wird am 15. Oktober 1942 festgenommen, am 18. Januar 1943 zum Tode verurteilt und am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Literatur

  • In Memoriam. Ursula Goetze (1916-1943). „Leider habe ich dieses Buch nicht beenden können...“. In: Lendemains, 12 (1987), Nr. 48, S. 153ff.
  • Werner Krauss: Vor gefallenem Vorhang. Aufzeichnungen eines Kronzeugen des Jahrhunderts. Frankfurt am Main 1995
  • Regina Griebel / Marlies Coburger / Heinrich Scheel: Erfasst? Das Gestapo-Album zur Roten Kapelle. Eine Foto-Dokumentation. Halle/S. 1992, S. 230f.
  • Hans Coppi / Jürgen Danyel / Johannes Tuchel (Hrsg.): Die Rote Kapelle im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Berlin 1994