Skip to content

Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg

22. März 1902 - 23/24. April 1945
Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg 

Nach dem Abschluss seines Geschichtsstudiums gründet Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg 1930 die Arbeitsstelle für konservatives Schrifttum, aus der 1934 das Organ "Weiße Blätter. Zeitschrift für Geschichte, Tradition und Staat" hervorgeht. Er ist mit Therese Prinzessin zu Schwarzenberg verheiratet, mit der er zwei Töchter und einen Sohn hat. Für die "Weißen Blätter" gewinnt Guttenberg im Laufe der Zeit Autoren wie Reinhold Schneider, Jochen Klepper und Ulrich von Hassell. Die Zeitschrift trägt so zu einer Diskussion von politischen Denktraditionen außerhalb des Nationalsozialismus bei. Im August 1939 kann Guttenberg den ersten Kontakt zwischen Carl Goerdeler und dem Diplomaten Ulrich von Hassell vermitteln. Wie andere Hitlergegner wird Guttenberg mit Hilfe von Ludwig Beck zum Wehrdienst beim Amt Ausland/ Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht unter Admiral Canaris eingezogen und gehört dort zum Kreis um Hans Oster und Hans von Dohnanyi. Wenige Tage nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wird Guttenberg von der Gestapo verhaftet und bei den Verhören schwer misshandelt. Ein Sonderkommando des Reichssicherheitshauptamtes ermordet ihn zusammen mit zwei anderen Gefangenen in der Nacht vom 23. auf den 24. April 1945 unter ungeklärten Umständen in der Nähe des Berliner Gefängnisses in der Lehrter Straße.

Literatur

  • Maria Theodora Freifrau von dem Bottlenberg-Landsberg: Die "Weißen Blätter" des Karl-Ludwig Freiherrn von und zu Guttenberg. Zur Geschichte einer Zeitschrift monarchistisch-religiöser Opposition gegen den Nationalsozialismus 1934-1943. Berlin 1990
  • Maria Theodora Freifrau von dem Bottlenberg-Landsberg: Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg (1902-1945). Ein Lebensbild. Berlin 2003