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Edgar J. Jung

06. März 1894 - 01. Juli 1934
Edgar J. Jung Edgar J. Jung 

Der scharfe Kritiker des Liberalismus Edgar J. Jung begreift sich als konservativer Revolutionär und ist ein führender Vertreter der deutschen konservativ-revolutionären Publizistik. Er will die Erstarrung des Konservatismus überwinden und macht durch seine Programmschrift „Die Herrschaft der Minderwertigen“ 1927 auf sich aufmerksam. Hitlers Vizekanzler Franz von Papen wählt Jung zu seinem Berater und lässt sich von ihm wichtige Reden schreiben. Auch der Entwurf der „Marburger Rede“ vom 17. Juni 1934 geht auf Jung zurück. Sie soll ein Zeichen der konservativen Ablehnung von Hitlers Herrschaft sein. Bereits am 25. Juni 1934 verhaften Gestapo-Beamte Jung und setzen ihn im Geheimen Staatspolizeiamt in der Berliner Prinz-Albrecht-Straße 8 „scharfen“ Verhören unter Folter und Misshandlungen aus. In der Nacht zum 1. Juli 1934 wird Edgar Jung schließlich als geistiger Anführer eines konservativ gesinnten Kreises ermordet, weil er eine konservative Erneuerung angestrebt hat.

Literatur

  • Edgar J. Jung: Die Herrschaft der Minderwertigen: Ihr Zerfall und ihre Ablösung durch ein neues Reich. Bondelum 1991 (3. auflage; Nachdruck der Auflage 1930)
  • Edmund Forschbach: Edgar J. Jung. Ein konservativer Revolutionär. 30. Juni 1934. Pfullingen 1984
  • Helmut Jahnke: Edgar Julius Jung. Ein konservativer Revolutionär zwischen Tradition und Moderne. Pfaffenweiler 1998