Skip to content

"Die Blutnächte von Plötzensee 1943" und "Die tschechischen Opfer von Plötzensee"

Zwei Ausstellungen der Gedenkstätte Deutscher Widerstand unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Tschechischen Republik in Berlin


DIE BLUTNÄCHTE VON PLÖTZENSEE 1943


Im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee werden zwischen 1933 und 1945 mehr als 2.800 Menschen nach Todesurteilen der nationalsozialistischen Unrechtsjustiz enthauptet oder erhängt. Dies ist die größte Opferzahl einer zivilen Richtstätte des NS-Regimes. Nach den schweren Luftangriffen auf Berlin im Frühherbst 1943, bei denen auch das Strafgefängnis getroffen wird und einige Häftlinge fliehen können, werden dort 250 zum Tode Verurteilte zwischen dem 7. und 10. September 1943 jeweils in Gruppen zu acht Personen erhängt. Es ist die umfassendste Mordaktion in Berlin während der nationalsozialistischen Diktatur. Diese Ausstellung zeigt erstmals die Vorgeschichte und den Ablauf der Mordaktion und erinnert an ihre Opfer. Unter ihnen sind viele deutsche, tschechische, polnische und französische Häftlinge.


DIE TSCHECHISCHEN OPFER VON PLÖTZENSEE

Von den 250 während der Mordaktion zwischen dem 7. und 10. September 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee erhängten Häftlingen sind fast die Hälfte Tschechen. Die mehr als 670 in Plötzensee ermordeten Tschechinnen und Tschechen bilden auch insgesamt die größte ausländische Opfergruppe. Die große Mehrheit davon sind politische Häftlinge. Die Ausstellung zeigt die Vorgeschichte und die Bandbreite des Widerstands in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten Böhmen und Mährens und erinnert an die tschechischen Opfer. Sie entstand als tschechisch-deutsches Kooperationsprojekt und steht unter der Schirmherrschaft der tschechischen Botschaft in Berlin.

Die Ausstellungen werden vom 18. Juli 2023 bis zum 10. März 2024 in der 1. Etage, Sonderausstellungsbereich, gezeigt.

Öffnungszeiten

Mo – Fr 9 – 18 Uhr
Sa, So und an Feiertagen 10 – 18 Uhr

Änderungen vorbehalten. Information unter Telefon: 030/26 99 50 - 00.