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Veranstaltungen 2021

Do, 04.11.202119:00 Uhr

Online-Buchvorstellung: Dr. Sara Berger "Ich gebe zu, dass mir manchmal die Hände zitterten. Hilfe für verfolgte Juden in Italien 1943 bis 1945"

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Stille Helden in der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand

unter
www.gdw-berlin.de/livestream
Eine Teilnahme vor Ort ist leider nicht möglich.

Etwa vier Fünftel der ausländischen und italienischen Jüdinnen und Juden konnten sich im besetzten Italien dem Zugriff der Faschisten und Nationalsozialisten entziehen. Tausende versuchten mit und ohne ortskundige Helferinnen und Helfer die Flucht in das durch die Alliierten befreite Süditalien oder in die sichere Schweiz. Die seit 1939 operierende Hilfsdelegation für jüdische Emigranten (Delasem) arbeitete im Untergrund mit Vertretern der Kurie verschiedener Städte zusammen, um Gelder an Hilfsbedürftige zu verteilen, Fluchtmöglichkeiten zu suchen und Verstecke zu finden. Kirchliche Netzwerke ermöglichten die Aufnahme jüdischer Männer, Frauen und Kinder in Klöstern und anderen katholischen Einrichtungen. Mehrere tausend Jüdinnen und Juden konnten in den Städten untertauchen, weil ihnen städtische Angestellte und Druckereien falsche Ausweispapiere verschafften. Möglichkeiten zum Untertauchen bestanden aber auch in abgelegenen Dörfern und Kleinstädten. Angehörige des politischen Widerstands, nichtjüdische Verwandte, Freunde und Bekannte boten Verfolgten Unterkunft und Hilfe und retteten ihnen so vielerorts das Leben.

In ihrem Vortrag stellt Dr. Sara Berger die Hilfe für verfolgte Juden in Italien 1943 bis 1945 vor. Ihre gleichnamige Studie ist als jüngster Band der Schriftenreihe der Gedenkstätte Stille Helden 2021 im Lukas Verlag erschienen.

Fr, 05.11.202115:00 Uhr

Konservativer und gewerkschaftlicher Widerstand gegen den Nationalsozialismus – Neue Forschungen zu Carl F. Goerdeler und Wilhelm Leuschner

Eine Tagesveranstaltung von Friedrich-Ebert-Stiftung, Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung, Gedenkstätte Deutscher Widerstand und Wilhelm-Leuschner-Stiftung

Tagungsort:
Friedrich-Ebert-Stiftung - Konferenzsaal 1 - Hiroshimastraße 17 - 10785 Berlin

Den Verbindungen zwischen konservativem und gewerkschaftlichem Widerstand gegen den Nationalsozialismus wurde bisher wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Neuere Arbeiten machen jedoch deutlich, dass trotz der unterschiedlichen politischen und sozialen Hintergründe das Netz der Verbindungen weitaus größer und intensiver war als angenommen. Aus diesem Grund werfen wir auf dieser Tagesveranstaltung einen aktuellen Blick auf die Netzwerke des Widerstands. Entlang der Persönlichkeiten Carl Friedrich Goerdelers und Wilhelm Leuschners diskutieren wir über die Entstehungsgeschichte und die Motive der Zusammenarbeit, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie die gegenseitige Beeinflussung der Zukunftspläne nach der erhofften Beseitigung des Nationalsozialismus.

Das ausführliche Programm finden Sie in der Einladung.

Anmeldung:
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei, aber aufgrund der Pandemie ist die Teilnahmezahl begrenzt. Bitte melden Sie sich bis zum 1. November 2021 bei Heike Voos an: public.history(at)fes.de.
Bitte beachten Sie die Hinweise hinsichtlich COVID-19 in der Anmeldebestätigung und vor Ort.

Do, 11.11.202118:00 Uhr

Ausstellungseröffnung: "Charterflug in die Vergangenheit"

50 Jahre Besucherprogramm des Berliner Senats für NS-Verfolgte

Ort: Bastion Kronprinz, Zitadelle Spandau

Unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters Klaus Schütz beschloss der Berliner Senat am 10. Juni 1969, im Nationalsozialismus Verfolgte zu Berlin-Besuchen einzuladen. Der erste Gast traf im August 1969 in der geteilten Stadt ein. Etwa 35.000 - meist aufgrund ihrer jüdischen Herkunft verfolgte - Menschen, nahmen im Laufe der Jahre eine Einladung nach Berlin an. Die Ausstellung "Charterflug in die Vergangenheit" ist 2019, anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Programms, unter Federführung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Kooperation mit der Senatskanzlei Berlin entstanden. Sie zeigt die Entwicklung des Programms im Wandel der Zeit. Im Fokus stehen dabei die Biografien derjenigen, die sich trotz ihrer Vorbehalte aus allen Teilen der Welt auf den Weg nach Berlin machten. Das schließt insbesondere Biografien jüdischer Spandauer*innen, die nach der Flucht aus Deutschland ihren einstigen Wohnbezirk aufsuchten, mit ein.

Die Ausstellung wurde von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Kooperation mit der Senatskanzlei Berlin erstellt und von der Jugendgeschichtswerkstatt Spandau weiterentwickelt.

Ausführliche Informationen zum Programm finden Sie in der Einladung.

Di, 16.11.202114:00 Uhr

Fachtag: "Demokratische Aufbrüche im Berliner Stadtraum sichtbar machen"

Eine Veranstaltung von Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V., Friedhof der Märzgefallenen / Paul Singer Verein e.V, Berliner Landeszentrale für politische Bildung und Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13-14, 10785 Berlin

Der Fachtag lädt interessierte Akteure dazu ein, sich über die Bedeutung und die (Un-)Sichtbarkeit von Orten der Demokratiegeschichte in Berlin auszutauschen.
Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit dem Vorschlag, dezentral in Berlin, an insgesamt 48 Schauplätzen der Demokratiegeschichte, Erinnerungszeichen zu errichten. Sie sollen auf die historischen Ereignisse hinweisen, der unmittelbaren Information dienen und Gesprächsanlass für Anwohner:innen, Tourist:innen und Schulklassen sein.

Ausführliche Informationen zum Programm finden Sie in der Einladung.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Eine Anmeldung ist erforderlich unter https://www.berlin.de/politische-bildung/veranstaltungen/veranstaltungen-der-berliner-landeszentrale/demokratische-aufbrueche-im-berliner-stadtraum-sichtbar-machen-1134800.php