Veranstaltung

Veranstaltungsort:
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
2. Etage, Saal 2 B
Opfer der NS-Militärjustiz nach 1945: Der Kampf um Anerkennung und Rehabilitierung
Impuls
von Prof. Dr. Detlef Garbe (Historiker, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e. V.)
Gesprächsrunde
mit Annette Ortlieb (freiberufliche Filmemacherin „DIE LIEBE ZUM LEBEN“ (2023)), Konstanze Radziwill (Autorin und Filmemacherin „Ein langes Leben – Olga Bontjes van Beek“ (1998), Hellmut
Schlingensiepen (Autor und Filmemacher, Verantwortlich für die Interviews der Wanderausstellung) und Lars Skowronski (Historiker und Kurator der Wanderausstellung)
Als Teil der Gesprächsrunde werden Filmausschnitte präsentiert.
Mehr als 50 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs galten die Verurteilten der NS-Militärjustiz oftmals weiterhin als „Verräter“ „Feiglinge“ oder „Kriminelle“. Urteile gegen Deserteure, „Kriegsverräter“ und andere Verfolgte wurden nicht als nationalsozialistisches Unrecht anerkannt, ihr Widerstand gegen den Nationalsozialismus nicht gewürdigt. Die gesellschaftliche Stigmatisierung prägte den mühsamen, oft traumatisierenden Kampf der Betroffenen und ihrer Angehörigen um Wiederherstellung ihrer Würde, Aufhebung der Urteile und finanzielle Entschädigung.
1998 wurde durch einen Beschluss des Deutschen Bundestags ein Großteil der nationalsozialistischen Unrechtsurteile pauschal aufgehoben. Die Deserteure der Wehrmacht wurden jedoch erst
2002 rehabilitiert. Die Aufhebung der Urteile der NS-Militärjustiz wegen „Kriegsverrats“ erfolgte erst 2009.
Wir würden uns sehr freuen, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen, und bitten um Anmeldung bis zum 7. Januar 2026 per E-Mail: veranstaltung@gdw-berlin.de.
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