Veranstaltung

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Do., 21.11.2024 19:00 Uhr

Zwischen Stalin und Hitler – Der lange Schatten des Zweiten Weltkriegs über Finnland

Vortrag und Diskussion

Ort: Topographie des Terrors, Auditorium, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

Finnland stand nach dem Zweiten Weltkrieg vor der Herausforderung, als neutraler Staat seinen Platz im westlichen Europa zu finden, sich mit seinem schwierigen Nachbarn, der Sowjetunion, zu arrangieren und sich mit seiner Rolle als Verbündeter Deutschlands auseinanderzusetzen.

Am 30. November 1939 - vor 80 Jahren - überfiel die Rote Armee das unabhängige Finnland und löste so den "Winterkrieg" aus. Trotz anfänglicher Erfolge sah sich Finnland gezwungen, am 13. März 1940 einen Friedensvertrag mit Moskau zu schließen, und musste Gebiete an die Sowjetunion abtreten. Deshalb nahm das Land am deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Sommer 1941 teil ("Fortsetzungskrieg"), wahrte aber seine Unabhängigkeit. Im Herbst 1944 schloss die finnische Regierung angesichts des Kriegsverlaufs einen Waffenstillstand mit der Sowjetunion.

Die etwa 2.000 Jüdinnen und Juden Finnlands waren von keiner Verfolgung betroffen, 300 jüdische Männer dienten als Soldaten an der Front. Bis in die 1990er Jahre blieb jedoch die Auslieferung sowjetischer Kriegsgefangener und von Flüchtlingen, darunter Jüdinnen und Juden, an Deutschland zwischen 1941 und 1944 verschwiegen. Die Auseinandersetzung mit den Kriegen und ihren Folgen prägt die finnische Gesellschaft bis in die Gegenwart.

Eine Veranstaltung der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum und der Botschaft von Finnland

Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt und wird gedolmetscht.
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