Veranstaltung

Veranstaltungsort:
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Matthias Brandt: Nein sagen – Über den 20. Juli 1944, meine Eltern und persönliche Verantwortung heute
Programm
Begrüßung
Dr. Julia Spohr, Direktorin der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Buchvorstellung
Matthias Brandt, Schauspieler und Autor
Moderation: Elisabeth Ruge, Lektorin und Verlegerin, Mitglied des Vorstands der Stiftung 20. Juli 1944
Foto: © Arne Lesmann
Angesichts der neuen Bedrohung der Demokratie durch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit erinnert der Schauspieler Matthias Brandt an den Mut der Widerstandskämpfer und -kämpferinnen gegen das NS-Regime, zu denen auch seine Eltern gehörten.
Matthias Brandt hielt 2025 eine denkwürdige Rede zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee – dem Ort, an dem viele der an dem Attentat gegen Adolf Hitler Beteiligten hingerichtet wurden.
Als Sohn des Emigranten und späteren Bundeskanzlers Willy Brandt und seiner Frau Rut nahm Matthias Brandt seine Rede zum Anlass, aus heutiger Sicht über den Mut und die Motive der Verschwörer des 20. Juli und vieler anderer Widerstandskämpfer:innen nachzudenken und auch sich selbst über notwendige Konsequenzen aus der Geschichte zu befragen.
Den Ausschlag, sich mit diesem, auf seiner Rede basierenden Buch politisch zu äußern, gaben für Matthias Brandt die bedrohliche Wiederkehr des Rechtsextremismus und die Wahlerfolge der AfD.
Das vorliegende Buch ist im März 2026 im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen (128 Seiten, 16 Euro).
Matthias Brandt, geboren 1961 in Berlin, ist Theater- und Filmschauspieler, Hörbuchsprecher sowie Autor. Für seine Arbeit ist er vielfach geehrt worden, u.a. mit mehreren Grimme-Preisen, der Carl-Zuckmayer-Medaille und dem Deutschen Sprachpreis (2025).
Elisabeth Ruge, geboren 1960, ist Lektorin, Verlegerin und Literaturagentin sowie Mitglied des Vorstands der Stiftung 20. Juli 1944. 2014 gründete sie die Elisabeth Ruge Agentur (ERA), die über 200 Autorinnen und Autoren mit ihren Buch- und Filmrechten vertritt. Sie ist zudem als Autorin und Übersetzerin tätig.
Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Stiftung 20. Juli 1944.
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