Anton Rose
01. März 1874 - 02. August 1944Anton Rose und seine Frau Lisetta führen in Darmstadt ein Lichtspieltheater. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme beginnt für die Sinti und Roma in Deutschland eine Zeit der „rassisch“ begründeten Entrechtung und Verfolgung. Anton Rose (hier mit seiner Frau Lisetta) wehrt sich 1934 gegen sein Berufsverbot. Als er seinen Kinobetrieb stillegen muss, kauft er sich ein Haus im pfälzischen Frankenthal. Ein befreundeter Rechtsanwalt warnt die Familie vor der Deportation. Sie durchquert halb Europa auf der Flucht vor den Nationalsozialisten. Nach vielen Monaten werden die meisten Angehörigen der Familie Rose Ende 1943 in Schwerin von der Gestapo festgenommen und in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wird Anton Rose dort in den Gaskammern ermordet. Lisetta Rose wird von Auschwitz-Birkenau in das KZ Ravensbrück verschleppt, wo sie ums Leben kommt. Insgesamt fallen 13 Angehörige der Familie Rose dem nationalsozialistischen Völkermord zum Opfer.
