Hildegard Loewy
04. August 1922 - 04. März 1943Die in Berlin geborene Hildegard Loewy ist bis zum Verbot der zionistischen Jugendorganisation 1938 Mitglied der Gruppe Hashomer Hatzair (Der junge Wächter). Nachdem ihr Versuch auszuwandern scheitert, legt sie 1940 als eine der letzten Schülerinnen am Jüdischen Gymnasium das Abitur ab und beginnt im Anschluss eine Ausbildung als Grafikerin bei der Jüdischen Gemeinde. Als Hildegard Loewy diese aufgrund antisemitischer Bestimmungen nicht beenden kann und als Schreibkraft arbeiten muss, engagiert sie sich gegen die nationalsozialistische antisemitische Politik und den Krieg. Sie beteiligt sich an Flugblattaktionen, stellt ihre Wohnung für geheime Treffen zur Verfügung und unterstützt die Aktionen der kommunistisch-zionistischen Widerstandsgruppe um Herbert Baum und Heinz Joachim gegen die antisowjetische Propagandaausstellung "Das Sowjetparadies". Im Juli 1942 wird Hildegard Loewy festgenommen und während der folgenden Verhöre schwer misshandelt. Sie unternimmt einen Fluchtversuch aus dem Gefängnis Moabit in Berlin, der jedoch scheitert. Am 10. Dezember 1942 wird die erst 20-Jährige vom "Volksgerichtshof" zum Tode verurteilt und am 4. März 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.
