Hilde Meisel (Hilda Monte)

31. Juli 1914 - 18. April 1945
Hilde Meisel (Hilda Monte) Hilde Meisel (Hilda Monte) 

Als Fünfzehnjährige schreibt die 1914 in Berlin geborene Hilde Meisel bereits Artikel für die Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK). Seit 1933 lebt sie in London und versucht, Verbindung zu Gegnern des Nationalsozialismus aufzunehmen. Mehrfach reist sie mit Papieren, die auf den Namen Hilda Monte ausgestellt sind, nach Deutschland, um Nachrichten, Bücher und Briefe zu übermitteln. In ihren Gedichten und Novellen zeichnet sie ein Bild vom „anderen Deutschland“ und versucht auch, mit der programmatischen Schrift „The Unity of Europe“ das britische Deutschlandbild zu korrigieren. 1939 kehrt sie von Portugal nach England zurück und versucht 1944 wiederholt, von der Schweiz aus nach Deutschland zu gelangen. Hilde Meisel wird am 18. April 1945 von einer deutschen Patrouille beim Überqueren der deutsch-schweizerischen Grenze erschossen.

 

 

Literatur

  • Sabine Lemke-Müller: Ethik des Widerstands. Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Bonn 1996