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Heinrich Mann

27. März 1871 - 11. März 1950
Heinrich Mann Heinrich Mann 

Der Schriftsteller Heinrich Mann ist seit 1931 Präsident der Sektion „Dichtkunst“ der Preußischen Akademie der Künste und gilt als scharfer Kritiker des deutschen Obrigkeitsstaates. Er emigriert im Frühjahr 1933 nach Paris und wird dort Sprecher der deutschen Kulturemigration sowie Präsident des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller. Seit September 1935 steht er an der Spitze des „Vorbereitenden Ausschusses für die Schaffung einer Deutschen Volksfront“ gegen Hitler. Der Aufruf des Ausschusses vom Dezember 1936 spiegelt die politische und kulturelle Breite der „Volksfrontbewegung“: Neben den Sozialdemokraten Rudolf Breitscheid und Georg Decker unterzeichnen ihn die Liberalen Otto Klepper und Georg Bernhard, der führende Kommunist Franz Dahlem, der Sozialist Eduard Weckerle und der kurze Zeit später aus der KPD ausgetretene Willi Münzenberg. 1940 flieht Heinrich Mann über Spanien und Portugal in die Vereinigten Staaten, wo er 1950 in Santa Monica stirbt.

Literatur

  • Klaus Schröter: Heinrich Mann in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek b. Hamburg 1967
  • Stefan Ringel: Heinrich Mann. Ein Leben wird besichtigt. Darmstadt 2000
  • Willi Jasper: Heinrich Mann und die Volkfront. Bern/Frankfurt a. M. 1982