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Walter Stanoski Winter

19. Juni 1919 - 19. November 2012
Walter Stanoski Winter Walter Stanoski Winter 

Walter Stanoski Winter wächst mit acht Geschwistern in einer Schaustellerfamilie auf. Er besucht die Volksschule in Oldenburg. Als Elfjähriger geht er mit seinen Eltern ganzjährig auf Reisen und dort zur Schule, wo sich die Familie gerade aufhält. Seit 1938 muss er Arbeitsdienst leisten, bis er wie sein Bruder Erich im Januar 1940 zur Wehrmacht eingezogen wird. Dort dient Walter Winter in Wilhelmshaven im Rang eines Bootsmanns bei der Marine. Als Sinto wird er aus "rassischen Gründen" nicht befördert und 1942 aus der Wehrmacht entlassen. Er kehrt nach Oldenburg zurück. Walter Winter wird im März 1943 gemeinsam mit seinem Bruder Erich und seiner Schwester Maria in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort lernt er seine erste Frau Bluma Schubert kennen. Walter Winter nimmt am Aufstand vom 16. Mai 1944 im "Zigeunerlager" von Auschwitz-Birkenau teil. Am 31. Juli 1944 wird er gemeinsam mit seinen beiden Geschwistern und seiner Frau in das KZ Ravensbrück verschleppt. Kurz vor Kriegsende kommen er und sein Bruder in das KZ Sachsenhausen und von dort wegen ihrer militärischen Erfahrung erneut an die Front. Walter Winter wird verwundet, überlebt aber gemeinsam mit seinem Bruder den Krieg. Seine Frau Bluma kommt kurz vor Kriegsende im KZ Ravensbrück ums Leben.

Literatur

  • „Wir geben uns nicht in ihre Hände“. Bildungsmaterialien zum Widerstand von Sinti und Roma gegen den Nationalsozialismus.
  • Walter Stanoski Winter: WinterZeit. Erinnerungen eines deutschen Sinto, der Auschwitz überlebt hat. Hrsg. von Thomas W. Neumann und Michael Zimmermann. Hamburg 1999
  • Karin Guth: Z 3105. Der Sinto Walter Winter überlebt den Holocaust. Hamburg 2009