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Jahresübersicht 2024

Termine zu Vortrags- und anderen öffentlichen Veranstaltungen der Gedenkstätte Deutscher Widerstand werden auch in der Presse veröffentlicht. Auf Wunsch wird Ihre Anschrift gerne in den Veranstaltungsverteiler der Gedenkstätte Deutscher Widerstand aufgenommen. Dies ist auch per Telefon: +49-30-26 99 50 00 oder Fax: +49-30-26 99 50 10 möglich.

Do, 25.04.202413:00 Uhr

Erschlagen, erstochen, erschossen – Zur Erinnerung an die von den Nationalsozialisten ermordeten Angehörigen des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold


Gedenkveranstaltung

Ort: Friedhof Columbiadamm, Columbiadamm 122, 10965 Berlin-Neukölln

Begrüßung:
Prof. Dr. Johannes Tuchel
Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Dr. Fritz Felgentreu
Vorsitzender des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V.

Ansprache:
Martin Schulz
Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung

Kranzniederlegung


Schon vor 1933 fielen dem rechtsradikalen und nationalsozialistischen Terror mehr als 50 Angehörige der Republikschutzorganisation Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold zum Opfer. Sie sind heute in Vergessenheit geraten. In Berlin wurde am 25. April 1925 der Reichsbanner-Mann Erich Schulz auf offener Straße erschossen. Seine Beerdigung am 2. Mai wurde zur Demonstration für die Republik. Am Grab von Erich Schulz fanden bis 1933 Gedenkveranstaltungen für die von den Nationalsozialisten Ermordeten statt.

Diese Tradition haben das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund Aktiver Demokraten e.V. und die Gedenkstätte Deutscher Widerstand 2017 wieder aufgenommen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eine Aufzeichnung der Gedenkveranstaltung können Sie am Abend des 25. April 2024 um 18 Uhr auf unserer Website unter www.gdw-berlin.de/livestream online sehen.

Do, 18.04.202419:00 Uhr

Jutta Koslowski: "Wer war Klaus Bonhoeffer? Annäherungen an einen unbekannten Widerstandskämpfer"


Buchvorstellung

Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Zweite Etage, Saal 2B

In der Nacht vom 22. auf den 23. April 1945 ermordete ein Sonderkommando des Reichssicherheitshauptamtes 15 Widerstandskämpfer auf dem ULAP-Gelände in der Nähe des Zellengefängnisses Lehrter Straße. Unter den Ermordeten war auch Klaus Bonhoeffer, der Bruder des Theologen Dietrich Bonhoeffer. Während dessen Leben und Wirken akribisch erforscht sind, gibt es bisher keine einzige Monographie über Klaus Bonhoeffer. Dabei war Klaus nicht nur der ältere, sondern er ist Dietrich auch in mancher Hinsicht vorangegangen - nicht zuletzt auf dem Weg in den Widerstand gegen Hitler. Jutta Koslowski zeigt mit einer Vielzahl von bisher unveröffentlichten Quellen ein neues Bild des Weges und der Bedeutung von Klaus Bonhoeffer.

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Wir bitten um Anmeldung bis zum 17. April 2024 per E-Mail: veranstaltung(at)gdw-berlin.de.

Mi, 10.04.202410:00 Uhr

Ausstellungseröffnung: "Charterflug in die Vergangenheit"

50 Jahre Besuchsprogramm des Berliner Senats für NS-Verfolgte

Ort: Landesarchiv Berlin, Eichborndamm 115-121, 13403 Berlin

Unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters Klaus Schütz beschloss der Berliner Senat am 10. Juni 1969, im Nationalsozialismus Verfolgte zu Berlin-Besuchen einzuladen. Der erste Gast traf im August 1969 in der geteilten Stadt ein. Etwa 35.000 - meist aufgrund ihrer jüdischen Herkunft verfolgte - Menschen, nahmen im Laufe der Jahre eine Einladung nach Berlin an. Die Ausstellung "Charterflug in die Vergangenheit" ist 2019 anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Programms entstanden. Sie zeigt die Entwicklung des Programms im Wandel der Zeit. Im Fokus stehen dabei die Biografien derjenigen, die sich trotz ihrer Vorbehalte aus allen Teilen der Welt auf den Weg nach Berlin machten.

Die Ausstellung wurde von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Kooperation mit der Senatskanzlei Berlin erstellt.

Informationen zur Ausstellungseröffnung finden Sie auf der Website des Landesarchivs Berlin.

Di, 26.03.202417:00 Uhr

Oktober 1943 – Das Schicksal der Juden aus Dänemark

Ausstellungseröffnung

Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13-14, 10785 Berlin, 2. Etage, Saal 2 B

In der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1943 organisierte die deutsche Besatzungsmacht in Dänemark eine Razzia zur Gefangennahme und Deportation der Juden in Dänemark. Mehr als 7.000 Männer, Frauen und Kinder mussten sich verstecken. Die große Mehrheit der Juden aus Dänemark konnte mit Hilfe der dänischen Bevölkerung gerettet werden, indem sie in riskanten Bootsrettungsaktionen nach Schweden und damit in Sicherheit gebracht wurden. Doch fast 500 von ihnen wurden gefasst oder von Kollaborateuren denunziert und ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Die Ausstellung erzählt von alledem.

Zur Eröffnung sprechen:

Begrüßung
Dr. Karoline Georg, Leiterin der Gedenkstätte Stille Helden

Zur Ausstellung
Dr. Christian Schölzel, Mitautor der Ausstellung


Wir bitten um Anmeldung bis zum 25. März 2024 per E-Mail: veranstaltung(at)gdw-berlin.de.

 

Do, 14.03.202419:00 Uhr

Maxim Leo: "Haltet euer Herz bereit. Eine ostdeutsche Familiengeschichte"

Lesung

Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Zweite Etage, Saal 2B

Bei den Leos wurde viel gestritten. Aber es ging selten um Persönliches, meistens um Politik, um die Gesellschaft, um die große Sache. Da gibt es Gerhard, den Großvater, der als Junge aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach Frankreich fliehen musste. Später schließt er sich als 19-Jähriger der Résistance an. In der DDR ist Gerhard Leo ein gefeierter und verehrter NS-Widerstandskämpfer und auch ein Vertreter der Macht. Dem Enkel Maxim erzählt er gerne seine Geschichten aus der Résistance. Gerhards Lieblingstochter Anne heiratet Wolf, den Künstler mit den grün gefärbten Haaren, der die DDR zum Verbrecherstaat erklärt. Anne versucht, ihren rebellischen Mann zu lieben, ohne den überlebensgroßen "Heldenvater" zu verraten. Maxim wächst als Kind hinein in diesen Zwiespalt. Achtzehn Jahre nach dem Mauerfall kehrt Maxim Leo in Gedanken in die DDR zurück, um nach den Spuren der Vergangenheit auch in seiner Biografie zu suchen.

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Wir bitten um Anmeldung bis zum 13. März 2024 per E-Mail: veranstaltung(at)gdw-berlin.de.

Di, 27.02.202416:00 Uhr

Gedenken an die "Fabrik-Aktion" und den Protest in der Rosenstraße


PROGRAMM

16.00 Uhr
Stilles Gedenken am Mahnmal Große Hamburger Straße, Berlin-Mitte

- El Male Rachamin: Kantor Simon Zkorenblut, Jüdische Gemeinde zu Berlin
- Kaddisch: Rabbiner Yitzhak Ehrenberg, Jüdische Gemeinde zu Berlin
- Anschließend: Schweigemarsch zur Rosenstraße

16.15 Uhr
Gedenkfeier vor der Skulptur von Ingeborg Hunzinger, Rosenstraße, Berlin-Mitte

- Begrüßung: Dr. Andrea Riedle, Vorsitzende der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum 2024, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors
- Worte des Gedenkens: Joe Chialo, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
- Merkwort: Dr. Moshe Abraham Offenberg, Israelitische Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin
- Trialogischer Austausch der Religionen: Marion Gardei, Kübra Dalkilic und Esther Hirsch
- Hebräischer Gebetsgesang: Kantorin Esther Hirsch, Synagoge Sukkat Schalom
- Kaddisch: Rabbinerin Gesa Ederberg, Jüdische Gemeinde zu Berlin
- Musikalische Umrahmung durch den Chor des Jüdischen Gymnasiums Moses Mendelssohn

Die Zeremonie ist anschließend auf www.orte-der-erinnerung.de abrufbar.

So, 25.02.202415:00 Uhr

Online-Einführung in die Dauerausstellung "Widerstand gegen den Nationalsozialismus" Schwerpunkt: "Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 – 1933"

Für Einzelbesucher*innen bieten wir regelmäßig kostenfreie Online-Einführungen in die Dauerausstellung "Widerstand gegen den Nationalsozialismus" an. Im Rahmen der Online-Einführung lernen die Teilnehmenden ausgewählte Themen der Dauerausstellung "Widerstand gegen den Nationalsozialismus" kennen.
Anhand biografischer Beispiele werden die gesellschaftliche Breite und die soziale Vielfalt des Widerstands gegen den Nationalsozialismus vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Motive, Ziele und Handlungsspielräume der Menschen im Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur. Die Referent*innen stehen gerne für Fragen und ein Gespräch zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Im Mittelpunkt der Online-Einführung am 22. Februar 2024 steht der Themenschwerpunkt "Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 – 1933".

Eine Anmeldung ist bis freitags um 12.00 Uhr möglich. Schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an bildung(at)gdw-berlin.de. Im Anschluss an Ihre Anmeldung erhalten Sie per E-Mail die Zugangsdaten zur Online-Einführung.
Weitere Informationen finden Sie hier ...

Do, 22.02.20248:30 Uhr

Festveranstaltungen "100 Jahre Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold"

Ort: Magdeburg, Landtag von Sachsen-Anhalt und Domplatz

Das am 22. Februar 1924 in Magdeburg gegründete Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold war eine überparteiliche Organisation zum Schutz der Weimarer Republik. Ihr Ziel war es, die bedrohte Weimarer Demokratie nicht allein mit Worten, sondern auch mit Taten zu verteidigen. Bis zu drei Millionen Mitglieder setzten sich zwischen 1924 und 1933 für den Bestand der Republik gegen nationalsozialistische und kommunistische Angriffe zur Wehr. Viele Reichsbanner-Angehörige verloren dabei ihr Leben.

Programm

8.30 Uhr bis 9.15 Uhr Ökumenische Morgenandacht
Dom St. Mauritius und Katharina zu Magdeburg
Mit Regionalbischof Dr. Dr. h. c. Johann Schneider und Domkapitular und Pfarrer Daniel Rudloff

13.00 Uhr Ausstellungseröffnung
Ausstellungsflur im Erdgeschoss des Landtages von Sachsen‐Anhalt
"Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz‐Rot‐Gold im Kampf für die Demokratie 1924─1933"
In Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

14.00 Uhr Festakt (geschlossene Veranstaltung)
Plenarsaal des Landtages von Sachsen‐Anhalt
Hauptredner: Professor Dr. Benjamin Ziemann, Universität Sheffield
Musikalische Umrahmung durch das Blechbläserquartett der Magdeburger Dombläser
Übertragung per Live-Stream auf der Internetseite des Landtags

16.00 Uhr Einweihung der Reichsbanner‐Gedenkstele
Domplatz
In Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Kranzniederlegung und Gedenken der Gefallenen

18.30 Uhr Militärische Ehren, Serenade
Domplatz
Heeresmusikkorps Kassel

Eine Videoübertragung des Festaktes wird per Live-Stream auf der Internetseite des Landtags zur Verfügung gestellt: https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/

 

 

So, 14.01.202411:00 Uhr

"Ein blinder Held - die Liebe des Otto Weidt"

Filmvorführung

Ort: Bundesplatz-Kino Berlin, Bundesplatz 14, 10715 Berlin

Das Bundesplatz-Kino zeigt in Kooperation mit der Initiative Bundesplatz am Sonntag, 14.1.2024 um 11.00 Uhr in ihrer "Berlin Film Reihe" das Dokudrama
"Ein blinder Held - die Liebe des Otto Weidt" (2014)
mit Edgar Selge, Henriette Confurius, Julia Goldberg, Uwe Bohm u.a.
Der Regisseur Kai Christiansen und die Co-Produzentin Sandra Maischberger werden bei der Veranstaltung zum Gespräch anwesend sein.

Alle Informationen unter: http://www.bundesplatz-kino.de/index.php?p=m&mid=1101

Mi, 10.01.20249:00 Uhr

"Erinnerungskultur: Aus der Vergangenheit in die Zukunft"

Konferenz

Ort: Touro University Berlin, Am Rupenhorn 5, 14055 Berlin

Wir laden Sie herzlich zur Konferenz "Erinnerungskultur: Aus der Vergangenheit in die Zukunft" ein, die am 10. Januar 2024 an der Touro University Berlin (Am Rupenhorn 5, 14055 Berlin) stattfinden wird. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts BEFEM #weitergedenken in Kooperation mit der Touro University Berlin, der Hochschule Koblenz und im Auftrag des Landtags Rheinland-Pfalz statt. Es sprechen Prof. Stephan Lehnstaedt (Touro University), Prof. Johannes Tuchel (Gedenkstätte Deutscher Widerstand), Anna Warda (Amadeu Antonio Stiftung)und Andrea Riedle (Stiftung Topographie des Terrors).

Die Konferenz bietet eine einzigartige Gelegenheit, Ihr Projekt im Bereich der Erinnerungskultur einem breiten Publikum zu präsentieren. Gesucht werden Beiträge, die innovative Perspektiven, Herangehensweisen und Lösungsansätze zu diesem wichtigen Thema bieten und einen Einblick in die aktuelle Erinnerungskultur geben.

Bei Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung unter Erinnerungskultur: Aus der Vergangenheit in die Zukunft | Universität Koblenz (uni-koblenz.de) erforderlich.