Walter Uhlmann

14. Juni 1904 - 11. Juni 1991
Walter Uhlmann Walter Uhlmann 

Als Sohn eines Kistenbauers in Leipzig aufgewachsen, schließt sich Walter Uhlmann schon als Sechzehnjähriger dem Metallarbeiter-Verband an und tritt nach der Novemberrevolution der Freien Sozialistischen Jugend bei. 1923 wird er Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes (KJVD) und ist seit Mitte der zwanziger Jahre Bezirksleiter, zunächst in Köln, seit 1928 in Leipzig. Er wird aus der KPD ausgeschlossen und geht zur Kommunistischen Partei Deutschlands/Opposition (KPO). Als Redakteur bei deren Zeitschrift "Junge Kämpfer" ist er den Nationalsozialisten verhasst. "Der Metallarbeiter, Organ des Aktions-Ausschusses Gruppe Metall" wird von gewerkschaftlichen Widerstandsgruppen unter der Leitung von Walter Uhlmann hergestellt und fotomechanisch vervielfältigt. "Der Metallarbeiter" wird in den Jahren 1933 und 1934 wöchentlich in einer Auflage von etwa 600 Stück verbreitet. Bis 1937 kann Walter Uhlmann im Untergrund Widerstand leisten, wird schließlich verhaftet und zu einer achtjährigen Zuchthausstrafe verurteilt, die er bis 1945 im Zuchthaus Brandenburg absitzt. Uhlmann kann das Kriegsende überleben.

Literatur

  • Walter Uhlmann: Metallarbeiter im antifaschistischen Widerstand. (Beiträge zum Widerstand 1933-1945, H.21). Berlin 1982
  • Walter Uhlmann: Sterben, um zu leben. Politische Gefangene im Zuchthaus Brandenburg-Görden. Köln 1983