Marion Gräfin Yorck von Wartenburg

14. Juni 1904 - 13. April 2007
Marion Gräfin Yorck von Wartenburg Marion Gräfin Yorck von Wartenburg 

Marion Gräfin Yorck von Wartenburg wächst mit dem Familiennamen Winter als Tochter eines Oberregierungsrates im preußischen Kultusministerium auf. Sie beginnt Medizin zu studieren, wechselt jedoch schnell zum Studium der Rechtswissenschaft. 1928 lernt sie auf einem schlesischen Gut Peter Graf Yorck von Wartenburg kennen. Nach dem Abschluss des Studiums und der Promotion heiraten sie Ende Mai 1930. Sie wohnen zunächst in Breslau. 1936 beziehen sie eine Wohnung in der Hortensienstraße in Berlin Lichterfelde. Marion Gräfin Yorck nimmt an den meisten Besprechungen der Kreisauer teil und ermöglicht viele Treffen in der gemeinsamen Berliner Privatwohnung. An Julius Leber überbringt sie Nachrichten in seine Kohlehandlung in Berlin-Schöneberg. 1944 wird sie festgenommen. Obwohl sie über die Bestrebungen ihres Mannes informiert ist, übersteht sie die „Sippenhaft“ und das Kriegsende. Sie holt ihr Rechtsreferendariat nach und arbeitet ab 1946 als Richterin. 2007 verstirbt sie im Alter von 102 Jahren in Berlin.

Literatur

  • Marion Gräfin Yorck von Wartenburg: Die Stärke der Stille. Erinnerungen an ein Leben im Widerstand. Brendow 1998