Josef „Muscha“ Müller

06. Januar 1932 -
Josef „Muscha“ Müller Josef „Muscha“ Müller 

Josef „Muscha“ Müller, der aus einer Sinti-Familie in Bitterfeld stammt, wird zunächst in ein Waisenhaus gegeben. Mit 14 Monaten kommt er zu Pflegeeltern nach Halle an der Saale. Im November 1944 holen Gestapo-Beamte den 12-jährigen Josef „Muscha“ Müller (hier im Sommer 1943) während des Unterrichts ab, um ihn zur Zwangssterilisation in ein Krankenhaus zu bringen. Nach einer Woche erfolgt die Operation. Weil die Gefahr besteht, dass er danach in ein Konzentrationslager verschleppt wird, holen ihn sozialdemokratische Freunde der Familie heimlich aus dem Krankenhaus heraus. Sie können ihn bis zur Befreiung durch amerikanische Truppen im April 1945 verstecken.

Literatur

  • Josef Muscha Müller: Und weinen darf ich auch nicht. Eine Kindheit in Deutschland. Berlin 2002
  • Josef Müller: Das Kind Muscha. Hrsg. von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Berlin 2001, 3., unveränderte Auflage