Hella Hirsch

06. März 1921 - 04. März 1943
Hella Hirsch Hella Hirsch 

Hella Hirsch wird am 6. März 1921 in Posen als Tochter eines Transportarbeiters und einer Hausfrau geboren. Sie besucht von 1927 bis 1937 die Volks- und Mittelschule und absolviert danach bis 1939 eine kaufmännische Ausbildung. Sie findet in ihrem Beruf jedoch keine Anstellung und arbeitet daher als Sprechstundenhilfe bei Dr. Fritz Hirschfeld. Ab Mitte der 1930er Jahre ist sie – zusammen mit Uschi Littmann – in einer Jugendgruppe im Ring-Bund Jüdischer Jugend aktiv. Geleitet wird diese von Judith Kozminski, einer Freundin von Herbert Baum. Ab Juni 1941 wird sie als Jüdin zur Zwangsarbeit in das Aceta-Werk, einer Filiale der IG Farben in Berlin-Rummelsburg, verpflichtet. Gemeinsam mit ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Alice Hirsch schließt sie sich der von Herbert Baum geleiteten Widerstandsgruppe an, wird am 8. Juli 1942 verhaftet, am 10. Dezember 1942 vom „Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Am 4. März 1943 wird sie in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Literatur

  • Michael Kreutzer: Die Suche nach einem Ausweg, der es ermöglicht, in Deutschland zu leben. Zur Geschichte der Widerstandsgruppen um Herbert Baum. In: Wilfried Löhken/Werner Vathke (Hrsg.): Juden im Widerstand. Drei Gruppen zwischen Überlebenskampf und politischer Aktion. Berlin 1939-1945. Berlin 1993, S. 95 ff.
  • Regina Scheer: Im Schatten der Sterne. Eine jüdische Widerstandsgruppe. Berlin 2004