Hans Peters

05. September 1896 - 16. Januar 1966
Hans Peters Hans Peters 

Der Jurist und Staatswissenschaftler Hans Peters studiert nach dem Ersten Weltkrieg Natur-, Rechts- und Staatswissenschaften. Seit 1923 Mitglied der Zentrumspartei, schlägt er die Verwaltungslaufbahn ein und lehrt nach seiner Habilitation von 1925 bis 1928 gleichzeitig als Privatdozent an der Universität Breslau. Danach holt ihn der preußische Kultusminister Carl Heinrich Becker in sein Ministerium, wo Peters bald als Generalreferent der Universitäten tätig ist. Im selben Jahr wird er an die Berliner Universität berufen und 1933 in den Vorstand der katholischen Görres-Gesellschaft gewählt, die den weltanschaulichen Führungsanspruch des NS-Regimes ablehnt. 1932 vertritt er nach dem Staatsstreich Franz von Papens die Preußische Regierung vor dem Staatsgerichtshof. Hans Peters hält nach der nationalsozialistischen Machtübernahme Verbindung zu seinen politischen Freunden aus der Zentrumspartei, insbesondere zu den Kreisen um Bernhard Letterhaus, Jakob Kaiser und Josef Wirmer. Seit 1940 hat er auch enge Kontakte zu Helmuth James Graf von Moltke und Peter Graf Yorck von Wartenburg. Im Kreisauer Kreis gilt er seit 1941 als Fachmann für Kultur- und Hochschulfragen. Er nimmt an der ersten und zweiten Kreisauer Haupttagung sowie an vielen weiteren Beratungen teil und hält Kontakt zum Berliner Bischof Preysing. Als Mitarbeiter des Luftwaffenführungsstabes in Berlin kann Peters auch mit anderen Berliner Widerstandsgruppen um Ernst von Harnack und Ruth Friedrich, die vor allem bedrohten Juden zu helfen sucht, engen Kontakt herstellen. Obwohl Peters zum engeren Kreisauer Kreis gehört, bleiben seine Verbindungen nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 von der Gestapo unentdeckt. Hans Peters überlebt das Kriegsende und gehört zu den Mitbegründern der CDU.

Literatur

  • Levin von Trott zu Solz: Hans Peters und der Kreisauer Kreis. Staatslehre im Widerstand. Paderborn 1997