Alexander Schwab

05. Juli 1887 - 12. November 1943
Alexander Schwab Alexander Schwab 

Alexander Schwab studiert an verschiedenen deutschen Universitäten und ist Führer in der Freideutschen Jugend. Als Freiwilliger zieht er 1914 in den Krieg und kehrt als Pazifist zurück. Er tritt 1918 dem Spartakusbund bei und ist einer der Mitbegründer der Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands (KAPD), die er 1922 wieder verlässt. Schwab arbeitet als Journalist und Schriftsteller und wirkt von 1929 bis zu seiner Entlassung 1933 als Pressechef der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung in Berlin. Im Mai 1933 wird er ein halbes Jahr inhaftiert. Schwab baut 1934 gemeinsam mit Franz Jung eine Wirtschaftskorrespondenz für Banken, Zeitungen und Fachzeitschriften auf. Er arbeitet aktiv in der Reichsleitung der Roten Kämpfer mit, verfasst Rundschreiben und reorganisiert einzelne Gruppen. Im November 1936 wird Schwab erneut festgenommen. Er nimmt im Prozess vor dem Volksgerichtshof die gesamte Verantwortung für die illegale Arbeit auf sich. Ende November 1937 wird Schwab zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Brandenburg, Sonnenburg und den Emslandlagern verbüßt. Er stirbt am 12. November 1943 im Zuchthaus Zwickau.

Literatur

  • Diethart Kerbs: Spuren des Prinzips Hoffnung. Erinnerung an den Rätekommunisten Alexander Schwab, mit dessen 100. Geburtstag weder Staat zu machen noch akademischer Lorbeer zu gewinnen ist, in: Die Tageszeitung, 11.8.1987
  • Hans-Rainer Sandvoß: Widerstand in Neukölln. Berlin 1990, S. 113 ff.
  • Olaf Ihlau: Die Roten Kämpfer. Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. Meisenheim am Glan 1969, S. 181ff.