Albert Einstein

14. März 1879 - 18. April 1955
Albert Einstein Albert Einstein 

Albert Einsteins Hauptwerk, die Relativitätstheorie, macht ihn weltberühmt. 1921 erhält er den Nobelpreis für Physik und steht damit schlagartig im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses. Er nutzt seine Popularität und engagiert sich aktiv für Pazifismus und Kriegsdienstverweigerung. Völkisch-antisemitische Kreise verunglimpfen seine Theorie schon in den frühen 1920er Jahren als „jüdische Wissenschaft”. Ende 1932 hält sich Einstein zu Forschungszwecken in den USA auf. Als im folgenden Jahr die Nationalsozialisten an die Macht kommen, entschließt er sich, nicht mehr nach Deutschland zurück zu kehren. Ende März 1933 erklärt er öffentlich den Austritt aus der Preußischen Akademie der Wissenschaften und kommt damit einem Ausschluss zuvor. In einer Presseerklärung verbreitet die Akademie daraufhin, sie habe „keinen Anlass den Austritt Einsteins zu bedauern”. Einstein beantragt auch die Entlassung aus der deutschen Staatsbürgerschaft. Die Gestapo beschlagnahmt im Mai 1933 seinen gesamten Besitz in Deutschland, ein SA-Trupp plündert seine Wohnung. Von seinem Exil aus hilft er zahllosen Verfolgten. Als er nach 1945 das ganze Ausmaß der Vernichtung der europäischen Juden erfährt, beschließt er, nie wieder deutschen Boden zu betreten.

Literatur

  • Hubert Goenner: Einstein in Berlin. München 2005
  • Jürgen Neffe: Einstein: eine Biographie. Reinbek bei Hamburg 2005
  • Thomas Levenson: Albert Einstein – Die Berliner Jahre 1914–1932. München 2005