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Walter Klingenbeck

30. März 1924 - 05. August 1943
Walter Klingenbeck Walter Klingenbeck 

Walter Klingenbeck, in München geboren, gehört bis 1936 der katholischen Jungschar an und hört regelmäßig ausländische Nachrichten im Rundfunk ab. 1941 sammelt er eine Gruppe katholischer oppositioneller Jugendlicher um sich. Sie verfassen gemeinsam Flugblätter und rufen darin zum Sturz des Regimes auf. Im Sommer 1941 stellen sie kleine Rundfunksender her und verbreiten damit oppositionelle Nachrichten. Klingenbeck wird am 26. Januar 1942 verhaftet, am 24. September 1942 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 5. August 1943 in München-Stadelheim ermordet. Seine Freunde Daniel von Recklinghausen und Hans Haberl werden einige Tage nach ihrem Todesurteil zu achtjähriger Zuchthausstrafe begnadigt. Walter Klingenbeck schreibt unmittelbar vor seiner Ermordung an Hans Haberl: „Vorhin habe ich von Deiner Begnadigung erfahren. Gratuliere. Mein Gesuch ist allerdings abgelehnt. Ergo geht’s dahin. Nimms net tragisch. Du bist ja durch. Das ist schon viel wert. Ich habe soeben die Sakramente empfangen und bin jetzt ganz gefasst. Wenn Du etwas für mich tun willst, bete ein paar Vaterunser. Leb wohl.“

Literatur

  • Franziska Rehm: Jugendwiderstand gegen das NS-Regime am Beispiel des Münchners Walter Klingenbeck. München 2008
  • Walter Klingenbeck: 30. März 1924, (19. September 1935), 26. Januar 1942, (3. Juni 1942), 24. September 1942, 5. August 1943; Dokumentation zur Einweihung des "Walter-Klingenbeck-Wegs" in der Maxvorstadt am 24. Januar 1998. München 1998
  • Jürgen Zarusky: "... nur eine Wachstumskrankheit"? Jugendwiderstand in Hamburg und München. In: Dachauer Hefte, Nr. 7: Solidarität und Widerstand. Dachau 1991
  • Karl-Heinz Jahnke: Jugend im Widerstand 1933-1945. Frankfurt am Main 1985, S. 127 ff.