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Stanoski Winter

19. Juni 1919 - 19. November 2012
Stanoski Winter Stanoski Winter 

Stanoski Winter wächst mit acht Geschwistern in einer Schaustellerfamilie auf. Er besucht die Volksschule in Oldenburg, bis seine Eltern nach Cloppenburg umziehen. Seit 1938 muss er Arbeitsdienst leisten, bis er wie sein Bruder Erich im Januar 1940 zur Wehrmacht eingezogen wird. Dort dient Stanoski Winter in Wilhelmshaven im Rang eines Bootsmanns bei der Marine. Als Sinto wird er aus „rassischen Gründen“ nicht befördert und 1942 aus der Wehrmacht entlassen. Er kehrt nach Oldenburg zurück. 1943 heiratet er Bluma Schubert. Stanoski Winter wird im März 1943 gemeinsam mit seinen Eltern, seinem Bruder und seiner Schwester nach Auschwitz deportiert, wo die beiden Brüder im Stammlager Auschwitz I Opfer der Zwangssterilisation werden. Stanoski Winter nimmt am Aufstand vom 16. Mai 1944 im „Zigeunerlager“ von Auschwitz-Birkenau teil. Am 31. Juli 1944 wird er gemeinsam mit seiner Frau Berta in das KZ Ravensbrück verschleppt. Kurz vor Kriegsende kommen er und sein Bruder in das KZ Sachsenhausen und von hier wegen ihrer militärischen Erfahrung erneut an die Front. Beide überleben Krieg und sowjetische Gefangenschaft. Stanoski Winters Frau Berta kommt kurz vor Kriegsende im KZ Ravensbrück ums Leben.

Literatur

  • Walter Stanoski Winter: WinterZeit. Erinnerungen eines deutschen Sinto, der Auschwitz überlebt hat. Hrsg. von Thomas W. Neumann und Michael Zimmermann. Hamburg 1999
  • Karin Guth: Z 3105. Der Sinto Walter Winter überlebt den Holocaust. Hamburg 2009