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Kurt Singer

11. Oktober 1885 - 07. Februar 1944
Kurt Singer Kurt Singer 

1885 in Berent/Westpreußen geboren, wird Kurt Singer zunächst Nervenarzt und folgt erst spät seinen künstlerischen Neigungen. Als Kritiker, Dirigent und Regisseur findet er weithin Beachtung. 1933 gründet er mit Freunden den „Kulturbund deutscher Juden“ in Berlin und will auf diese Weise verfemten und entlassenen jüdischen Künstlern Beschäftigung, den Zuschauern aber einen Zugang zu Kultur erhalten. 1935 wird Singer Leiter des Reichsverbandes der jüdischen Kulturverbände in Deutschland und ständiger Kontrahent des nationalsozialistischen „Reichskulturverwalters“ Hans Hinkel, der alle deutschen Juden zu überwachen hat. Im November 1938 kehrt Singer aus den USA nach Europa zurück, als er die Nachricht vom Novemberpogrom erhält. Freunde halten ihn in Holland davon ab, nach Deutschland zurückzukehren. Kurt Singer wird dort ab 1940 bis zu seiner Deportation in das Konzentrationslager Theresienstadt gefangengehalten, wo er Anfang Februar 1944 stirbt.

Literatur

  • Herbert Freeden: Jüdisches Theater in Nazideutschland. Tübingen 1964