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Kurt Huber

24. Oktober 1893 - 13. Juli 1943
Kurt Huber Kurt Huber 

Der 1893 in Chur/Schweiz geborene Kurt Huber studiert seit 1912 Musik, Philosophie und Psychologie, promoviert 1917 in Musikwissenschaft und habilitiert sich 1920 im Fach Psychologie. Seit 1926 lehrt er an der Universität München Philosophie und ist ein anerkannter Volkslied- und führender Leibnizforscher. 1937 übernimmt Huber die Abteilung Volksmusik am Berliner Institut für Musikforschung. 1938 wird ihm wegen seiner "katholisch-weltanschaulicher Bindung" untersagt, einen Lehrauftrag an der Berliner Universität wahrzunehmen. Er kehrt nach München zurück, wo er nach seinem Eintritt in die NSDAP 1940 außerplanmäßiger Professor wird. Huber fesselt seine Studenten vor allem aber durch die Weite seiner Interessen und durch anschauliche Vorlesungen. Im Juni 1942 lernt er Hans Scholl und seine Freunde kennen. Gemeinsam mit Hans Scholl formuliert Huber den politischen Teil des fünften Flugblattes der Weißen Rose und verfasst Anfang Februar 1943 auch das sechste und letzte Flugblatt der Gruppe. Wenige Tage nach der Verteilung dieses Flugblatts durch die Geschwister Scholl in der Münchener Universität wird Kurt Huber am 27. Februar 1943 verhaftet, am 19. April 1943 in München vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 13. Juli 1943 im Strafgefängnis München-Stadelheim ermordet.

Literatur

  • Clara Huber (Hrsg.): Kurt Huber zum Gedächtnis. "... der Tod ... war nicht vergebens". München 1986