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Kurt Freiherr von Hammerstein-Equord

26. September 1878 - 24. April 1943
Kurt Freiherr von Hammerstein-Equord Kurt Freiherr von Hammerstein-Equord 

Kurt Freiherr von Hammerstein-Equord dient in der Weimarer Republik als Mitarbeiter im Stab von Reichswehrminister Noske. 1930 wird er zum Chef der Heeresleitung und General der Infanterie ernannt. Der Vertraute des letzten Reichskanzlers der Weimarer Republik, Kurt von Schleicher, kritisiert frühzeitig die nationalsozialistischen Rüstungspläne. Er steht auf dem Boden der Weimarer Verfassung und wird deshalb von manchen Reichswehrangehörigen "der rote General" genannt. 1933 trägt Kurt von Hammerstein Reichspräsident von Hindenburg die Bedenken der Heeresleitung gegen die Ernennung Adolf Hitlers zum Kanzler vor, allerdings ohne Erfolg. Er tritt Anfang 1934 von seinem Amt zurück, bleibt aber in Verbindung mit zivilen Widerstandsgruppen. Lange Zeit gilt er als einer der wenigen Militärs, die eine Verhaftung Hitlers wagen würden. Am 24. April 1943 stirbt Kurt Freiherr von Hammerstein-Equord.

Literatur

  • Reinhard Müller: Hitlers Rede vor der Reichswehrführung 1933. Eine neue Moskauer Überlieferung. In: Mittelweg 36, 10 (2001), 1, S. 73 ff.

  • Thilo Vogelsang: Neue Dokumente zur Geschichte der Reichswehr 1930 - 1933. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 2 (1954), S. 434 ff.

  • Andreas Wirsching: "Man kann nur Boden germanisieren." Eine neue Quelle zu Hitlers Rede vor den Spitzen der Reichswehr am 3. Februar 1933. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 49 (2001), S. 517 ff.

  • Hans Magnus Enzensberger: Hammerstein oder der Eigensinn. Eine deutsche Geschichte. Frankfurt am Main 2008