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Heinz Strelow

15. Juli 1915 - 13. Mai 1943
Heinz Strelow Heinz Strelow 

Heinz Strelow wird in Hamburg geboren. Sein Vater, ein Journalist, fällt im Ersten Weltkrieg. Er verlässt das Gymnasium im Januar 1933 vor dem Abitur, um im Handarbeitsgeschäft seiner Mutter zu arbeiten. Strelow ist seit 1932 Mitglied des KJVD und beteiligt sich bereits 1933 am Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Er wird im Oktober 1935 wegen Betätigung für den illegalen KJVD verhaftet und bleibt bis Ende November ohne Prozess in „Schutzhaft” in Hamburg-Fuhlsbüttel. Strelow wird im Frühjahr 1939 zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und mit einer Baukompanie in Polen eingesetzt, wo er den Beginn des Zweiten Weltkrieges erlebt. Durch Intervention seiner Mutter kommt Strelow nach Hamburg zurück, heiratet 1940 Liselotte Rüggen und leistet weiter seinen Militärdienst ab. Im April 1941 wird er zur Heeresabnahmestelle für das Beschusswesen nach Berlin-Wannsee versetzt und arbeitet dort zuletzt als Unteroffizier. In Berlin wohnt er bei Familie Bontjes van Beek. Hier befreundet er sich mit der Tochter Cato und bezieht mit ihr später eine gemeinsame Wohnung. Beide haben Kontakte zu Harro Schulze-Boysen. Sie beteiligen sich mit anderen Mitgliedern der Roten Kapelle an der Herstellung der Flugschrift „Die Sorge um Deutschlands Zukunft geht durch das Volk” und arbeiten an der Herstellung weiterer Flugblätter. Anfang Oktober 1942 wird Heinz Strelow festgenommen, am 18. Januar 1943 vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und am 22. Januar in Berlin-Plötzensee ermordet.

Literatur

  • Regina Griebel / Marlies Coburger / Heinrich Scheel: Erfasst? Das Gestapo-Album zur Roten Kapelle. Eine Foto-Dokumentation. Halle/S. 1992, S. 188f.
  • Hermann Vinke: Cato Bontjes van Beek. „Ich habe nicht um mein Leben gebettelt“. Ein Porträt. Zürich/Hamburg 2003
  • Hans Coppi / Jürgen Danyel / Johannes Tuchel (Hrsg.): Die Rote Kapelle im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Berlin 1994, S. 213ff.