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Hans Bernd von Haeften

18. Dezember 1905 - 15. August 1944
Hans Bernd von Haeften Hans Bernd von Haeften 

Hans Bernd von Haeften wird als zweites Kind in einer angesehenen Offiziersfamilie geboren. Sein Vater ist später Präsident des Reichsarchivs. Er, sein drei Jahre jüngerer Bruder Werner und die ältere Schwester wachsen in einem liberalkonservativen Elternhaus auf, in dem bekannte Gelehrte verkehren. Manche der späteren Gefährten im Widerstand begegnen den Brüdern Haeften bereits in ihrer Jugendzeit. Hans Bernd von Haeften studiert 1924 in Berlin und München Rechtswissenschaft. Nach dem Referendarexamen 1928 verbringt er als Austauschstudent ein Jahr in England, anschließend ist er von 1930 bis 1933 Geschäftsführer der Stresemann-Stiftung. In diesen Jahren hat er erste Verbindungen zur ökumenischen Bewegung der Kirchen Europas. 1933 geht er in den Auswärtigen Dienst und weigert sich auch als Diplomat konsequent, der NSDAP beizutreten. Haeften ist für die Verschwörer um Claus Schenk Graf von Stauffenberg einer der wichtigsten Vertrauensleute im Auswärtigen Amt. Er gehört als enger Freund von Adam von Trott zu Solz zugleich zum Kreisauer Kreis und soll nach einem gelungenen Umsturz Staatssekretär im Auswärtigen Amt werden. Nach dem Scheitern des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 kann Hans Bernd von Haeften Berlin verlassen, kehrt jedoch am 22. Juli zurück. Einen Tag später wird er von der Gestapo verhaftet, am 15. August 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und wenige Stunden danach in Berlin-Plötzensee ermordet.

Literatur

  • Barbara von Haeften: " Nichts Schriftliches von Politik". Hans Bernd von Haeften. Ein Lebensbericht. München 1997
  • Barbara von Haeften: Aus unserem Leben 1944-1950. Heidelberg 1974