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Eugen Grimminger

29. Juli 1892 - 10. April 1986
Eugen Grimminger Eugen Grimminger 

Eugen Grimminger, Sohn eines Lokführers, nimmt als Kriegsfreiwilliger am Ersten Weltkrieg teil und kehrt als überzeugter Pazifist zurück. Der Buchprüfer heiratet 1922 Jenny Stern. 1926 ziehen sie nach Stuttgart-Untertürkheim. Jenny und Eugen Grimminger lehnen den Nationalsozialismus von Anfang an ab. Wegen seiner jüdischen Frau muss Eugen Grimminger den Genossenschaftsverband 1935 verlassen und arbeitet danach als selbständiger Buchprüfer. Er hilft politisch und rassisch Verfolgten bei der Flucht in die Schweiz. 1942 übernimmt Eugen Grimminger das Treuhandbüro von Robert Scholl, dem Vater von Hans Scholl, und stellt Hans Scholl mehrfach größere Geldsummen für die Aktionen der Weißen Rose zur Verfügung. Eugen Grimminger wird am 2. März 1943 festgenommen, am 19. April 1943 vom „Volksgerichtshof” wegen Hochverrats zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt und bleibt bis zum April 1945 im Zuchthaus Ludwigsburg inhaftiert. Seine Frau Jenny ist vermutlich schon am 2. Dezember 1943 im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet worden.

Literatur

  • Inge Scholl: Die Weiße Rose. Frankfurt am Main 1994
  • Armin Ziegler: Eugen Grimminger: Widerständler und Genossenschaftspionier. Crailsheim 2000