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Ernst Strohbeil

18. Oktober 1895 - 01. März 1942
Ernst Strohbeil Ernst Strohbeil 

Der Mechaniker Ernst Strohbeil verweigert im Ersten Weltkrieg zwischen 1914 und 1918 den Kriegsdienst und wird deshalb inhaftiert. Während dieser Zeit kommt er mit dem Spartakusbund in Berührung. 1920/21 stößt er zur Freien Arbeiter-Union Deutschlands FAUD (Anarcho-Syndikalisten) in Dresden und wird deren Obmann für den Literaturvertrieb und Hauptkassierer. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme sind es vor allem die Kassierer wie Ernst Strohbeil, die in der Illegalität für den lokalen und regionalen Kontakt sorgen. Sie kennen aufgrund ihrer Tätigkeit sowohl die Funktionäre als auch die Basis der Bewegung genau. Strohbeil zahlt Unterstützungsgelder für die Familien der Inhaftierten aus, verteilt Literatur und hält Verbindungen ins Ausland. Zwischen Mai und August 1933 kommt er erstmals in Haft. 1937 erneut verhaftet, wird er 1938 verurteilt. Über die Zuchthäuser Zwickau und Waldheim wird er schließlich in das KZ Flossenbürg verschleppt, wo er am 1. März 1942 ums Leben kommt.

Literatur

  • Andreas G. Graf (Hrsg.): Anarchisten gegen Hitler. Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten, Rätekommunisten in Widerstand und Exil. Berlin 2000
  • Andreas G. Graf und Dieter Nelles: Widerstand und Exil deutscher Anarchisten und Anarchosyndikalisten (1933 - 1945), in: Rudolf Berner: Die unsichtbare Front. Bericht über die illegale Arbeit in Deutschland (1937). Hrsg. von Andreas G. Graf und Dieter Nelles. Berlin/Köln 1997
  • Hartmut Rübner: Freiheit und Brot. Die Freie Arbeiter-Union Deutschlands. Eine Studie zur Geschichte des Anarchosyndikalismus. Berlin/Köln 1994