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Ernst Munzinger

06. Juli 1887 - 22/23. April 1945
Ernst Munzinger Ernst Munzinger 

Ernst Munzinger gehört nach dem Ersten Weltkrieg in seiner lettischen Heimat zu den Befürwortern der aufkommenden nationalsozialistischen Bewegung. 1933 wird er von der lettischen Regierung des Landes verwiesen und verbringt die folgenden Jahre in Berlin. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wird Munzinger zur Abwehr unter Admiral Wilhelm Canaris eingezogen. Hier kommt er mit der Gruppe um Hans Oster und Hans von Dohnanyi in Kontakt. Er wird nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 von der Gestapo verhaftet und im Berliner Zellengefängnis in der Lehrter Straße gefangen gehalten. Ein Sonderkommando des Reichssicherheitshauptamtes ermordet ihn wenige Stunden vor seiner Befreiung mit anderen Gefangenen in der Nacht vom 22. auf den 23. April 1945 auf einem Fabrikgelände in der Nähe des Gefängnisses.

Literatur

  • Hellmut Gollwitzer, Käthe Kuhn, Reinhold Schneider: Du hast mich heimgesucht bei Nacht. Abschiedsbriefe und Aufzeichnungen des Widerstnds 1933-1945. München 1954
  • Otto John: Falsch und zu spät. Der 20. Juli 1944. München und Berlin 1984