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Carl Wentzel

09. Dezember 1876 - 20. Dezember 1944
Carl Wentzel Carl Wentzel 

Carl Wentzel-Teutschenthal übernimmt nach einem Studium der Landwirtschaft vor dem Ersten Weltkrieg den väterlichen Besitz, den er in den zwanziger und dreißiger Jahren zu einem landwirtschaftlichen Großunternehmen ausbaut. Er gehört dem Gesprächskreis um den Generaldirektor der Gute-Hoffnungs-Hütte Paul Reusch an, den dieser 1935 ins Leben gerufen hat, um allgemeine Fragen der Großindustrie zu erörtern. Wentzel-Teutschenthal ist verheiratet mit Ella von Zimmermann, mit der er einen Sohn hat. Auf seinem Gut Teutschenthal finden mehrfach Besprechungen des Reusch-Kreises statt. Offen bedauert Wentzel-Teutschenthal dabei die fehlende Bereitschaft der Offiziere, Hitler niederzuschießen. Im November 1943 hält Carl Goerdeler in Teutschenthal einen Vortrag über die wirtschaftspolitische Konzeption der Verschwörer. Wentzel-Teutschenthal lehnt die angebotene Beteiligung an dem Umsturz ab, nennt Goerdeler aber weitere Namen für die geplante Regierung. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wird er verhaftet, weil ein höherer SS- und Polizeiführer ihn aus persönlichen Gründen verurteilt sehen will. Carl Wentzel-Teutschenthal wird am 13. November 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und fünf Wochen später in Berlin-Plötzensee ermordet.