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August Fröhlich

26. Januar 1891 - 22. Juni 1942
August Fröhlich August Fröhlich 

Der im oberschlesischen Königshütte geborene August Fröhlich wächst in einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie auf. Das 1912 begonnene Theologiestudium muss er 1914 wegen seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg für fünf Jahre unterbrechen. Nach schwerer Verwundung und Kriegsgefangenschaft kann er das Studium beenden, wird 1921 zum Priester geweiht und übernimmt nach mehreren Jahren der Arbeit als Kaplan in Berlin 1932 eine Pfarrei in Pommern. Mit einem großen Teil seines elterlichen Erbes unterstützt Fröhlich Notleidende. Nach 1933 greifen ihn Nationalsozialisten in der Lokalpresse an, weil er sich nicht an den Sammlungen für das Winterhilfswerk beteiligt. Als er seine grundsätzliche Verweigerung des Hitlergrußes ausführlich schriftlich begründet, folgen Vernehmungen, Hausdurchsuchungen und Geldstrafen. 1937 wird Fröhlich nach Rathenow in die Mark Brandenburg versetzt. Weil er sich 1941 mehrmals über die Misshandlung von polnischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in verschiedenen Firmen beschwert, wird er schließlich festgenommen und in den Konzentrationslagern Buchenwald, Ravensbrück und Dachau gefangen gehalten. Durch die Haftbedingungen völlig entkräftet, stirbt August Fröhlich am 22. Juni 1942 im KZ Dachau.

Literatur

  • Benedicta Kemper: Priester vor Hitlers Tribunalen. München 1996 (Nachdruck der 2. Auflage von 1967), S. 87-91
  • Gerhard Lange: Pfarrer August Froehlich, in: Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts. Hrsg. von Helmut Moll im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz. Paderborn u. a. 2000, S. 94-97
  • Josef Moersdorf: August Froehlich. Pfarrer von Rathenow. Berlin 1947