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Anton Saefkow

22. Juli 1903 - 18. September 1944
Anton Saefkow Anton Saefkow 

Anton Saefkow, geboren 1903 in Berlin, erlernt den Beruf des Maschinenbauers. Er schließt sich der sozialistischen Jugendbewegung an, tritt 1920 dem Metallarbeiterverband bei und wird bald einer der führenden Funktionäre des Kommunistischen Jugendverbandes in Berlin. 1924 tritt er der KPD bei und ist von 1928 bis 1933 Mitglied der Bezirksleitungen in Sachsen, im Ruhrgebiet und in Hamburg. Er wird im April 1933 erstmals festgenommen und 1934 zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Herbst 1941 stößt Saefkow zum Kreis um Robert Uhrig. Gemeinsam mit Franz Jacob baut er 1943 ein neues Netz unterschiedlicher illegaler Gruppen auf. Saefkow und seine Freunde halten auch aktive Formen des Kampfes gegen das NS-Regime für möglich: Durch Produktionssabotage wollen sie die Rüstungsanstrengungen schwächen. Verbindungen zu ausländischen Arbeitern sollen Voraussetzungen für individuelle Hilfe schaffen und der Bildung einer breiteren Basis des Kampfes gegen das NS-Regime dienen. Neben die „Kaderschulung“ und die Bildung von Betriebsgruppen tritt die Aufklärungsarbeit durch Flugblätter. Die Organisation um Saefkow bezeichnet sich dabei unter anderem als Berliner Ausschuss des Nationalkomitees „Freies Deutschland“ und bezieht sich so auf jene Regimegegner, die aus sowjetischen Kriegsgefangenenlagern zum Kampf gegen den Nationalsozialismus aufrufen. Anton Saefkow wird am 4. Juli 1944 festgenommen, am 5. September 1944 zusammen mit Bernhard Bästlein und Franz Jacob zum Tode verurteilt. Sie werden am 18. September 1944 gemeinsam in Brandenburg-Görden ermordet.

Literatur

  • Hermann Weber/Andreas Herbst: Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945. Berlin 2004
  • Ursel Hochmuth: Illegale KPD und Bewegung „Freies Deutschland“ in Berlin und Brandenburg 1942-1945. Biographien und Zeugnisse aus der Widerstandsorganisation um Saefkow, Jacob und Bästlein. Berlin (Schriften der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Reihe A, Bd. 4) 1998