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Anna Seghers

09. November 1900 - 01. Juni 1983
Anna Seghers Anna Seghers 

Ende der 1920er Jahre tritt Anna Seghers der KPD bei und ist Gründungsmitglied des Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller. 1928 erhält sie den hoch angesehenen Kleist-Preis. Seghers, die als Kommunistin und Jüdin besonders bedroht ist, flieht im Frühjahr 1933 gemeinsam mit ihrer Familie über die Schweiz nach Frankreich. Im Exil verfasst sie weithin beachtete Romane über das Schicksal der Emigranten und den Widerstand gegen den Nationalsozialismus, publiziert in Exil-Zeitschriften und setzt sich für eine „Volksfront“ gegen Hitler ein. 1941 kann sie nach Mexiko entkommen. Dort gehört sie zu den Mitbegründern der Bewegung „Freies Deutschland“ und veröffentlicht 1942 den berühmten Exil-Roman „Das siebte Kreuz“. Nach ihrer Rückkehr 1947 prägt sie bis zu ihrem Tod 1983 das Kulturleben in der DDR.

Literatur

  • Werner Roggausch: Das Exilwerk von Anna Seghers 1933 -1939. Volksfront und antifaschistische Literatur. München 1979
  • Anna Seghers / Wieland Herfelde: Gewöhnliches und gefährliches Leben. Briefwechsel aus der Zeit des Exils 1939-46. Mit Faksimiles, Fotos und dem Aufsatz „Frauen,und Kinder in der Emigration“ von Anna Seghers im Anhang. Darmstadt/Neuwied 1986
  • Christiane Zehl Romero: Anna Seghers. Eine Biographie 1900 – 1947. Berlin 2000
  • Anita Wünschmann: Anna Seghers. Jüdin, Kommunistin, Weltbürgerin – die große Erzählerin des 20. Jahrhunderts. Berlin 2004