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Alice Salomon

19. April 1872 - 30. August 1948
Alice Salomon Alice Salomon 

Die Sozialwissenschaftlerin Alice Salomon engagiert sich früh in der Frauenbewegung und tritt für gleiche Löhne von Männern und Frauen sowie das Frauenwahlrecht ein. Mit der Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit legt sie 1925 den Grundstein für eine wissenschaftliche Ausbildung in der Sozialarbeit. Im Mai 1933 löst Salomon die Akademie auf, um der drohenden Hausdurchsuchung durch die Gestapo zu entgehen. Wegen ihrer jüdischen Herkunft wird sie aus allen Ämtern entlassen und darf nicht mehr publizieren. Um jüdische Sozialarbeiterinnen bei der Auswanderung aus Deutschland zu unterstützen, gründet sie ein Hilfskomitee. Die Gestapo zwingt sie 1937 zur Emigration. Zwei Jahre später wird sie ausgebürgert und ihr Doktortitel aberkannt. Alice Salomon stirbt 1948 in New York.

Literatur

  • Alice Salomon: Charakter ist Schicksal. Lebenserinnerungen. Hrsg. von Rüdeger Baron und Rolf Landwehr. Weinheim und Basel 1983
  • Lebenserinnerungen: Jugendjahre, Sozialarbeit, Frauenbewegung, Exil. Hrsg. von der Alice Salomon Fachhochschule Berlin. Berlin 2008
  • Manfred Berger: Alice Salomon. Pionierin der sozialen Arbeit und der Frauenbewegung. Frankfurt am Main. 3. Auflage 2011
  • Joachim Wieler: Er-Innerung eines zerstörten Lebensabends – Alice Salomon während der NS-Zeit (1933–1937) und im Exil (1937–1948). Darmstadt 1987