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Albert Suhr

02. Dezember 1920 - 13. Juli 1996
Albert Suhr Albert Suhr 

Der 1920 in Hamburg geborene Albert Suhr bekennt sich schon als Jugendlicher zum Pazifismus und steht deshalb dem Nationalsozialismus von Beginn an äußerst kritisch gegenüber. Seine Haltung wird später durch Vorlesungen des Pädagogen Wilhelm Flitner verstärkt. Nach dem Abitur nimmt Albert Suhr an den Gesprächen eines kleinen Kreises Oppositioneller teil, in dem künstlerische und philosophische Fragen in einer Offenheit besprochen werden, wie sie an den Hochschulen nicht mehr möglich ist. Zu diesem Kreis gehören Heinz Kucharski, Reinhold Meyer und Margaretha Rothe. Gemeinsam lesen und diskutieren sie auch Werke verbotener Schriftsteller. Als Medizinstudent hat Albert Suhr Kontakt zu einer oppositionellen Ärztegruppe, die sich im Universitätskrankenhaus Eppendorf gebildet hat. Im Frühjahr 1943 erhält er das dritte Flugblatt der Weißen Rose, das die mit ihm befreundete Buchhandelsgehilfin Hannelore Willbrandt abschreibt. Die Gestapo verhaftet Albert Suhr im September 1943, er kommt erst am 12. April 1945 in Stendal aus der Haft frei. Der mit Albert Suhr befreundete Mediziner Friedrich Geussenhainer wird im Juli 1943 festgenommen. Er kommt im April 1945 in einem Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen ums Leben.