Um August Kordahs, Inhaber der Brotfabrik „Germania“ in Duisburg-Hamborn, sammeln sich entschlossene Sozialdemokraten. Zu ihnen gehört auch Hermann Runge (hier vor einem Brotwagen der Firma Kordahs), der Kontakte zum Grenzsekretär der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands im Exil in den Niederlanden, Gustav Ferl, hat. Zusammen mit den Backwaren verteilen Runge und seine Freunde illegale Schriften und organisieren neue sozialdemokratische Gruppen. Im Mai 1935 nimmt die Gestapo über 200 Mitarbeiter und Kunden der Brotfabrik „Germania“ fest. Während vier von ihnen bereits in der Untersuchungshaft ermordet werden, erhalten 18 weitere vom Volksgerichtshof hohe Strafen. Hermann Runge wird 1944 aus der Haft entlassen und überlebt das Kriegsende.