Biografien

Christoph Probst
Christoph Probst 

Christoph Probst

(06. November 1919 - 22. Februar 1943)

Der 1919 in Murnau/Oberbayern geborene Christoph Probst beginnt nach dem Arbeits- und Wehrdienst 1939 in München das Medizinstudium. Seit 1935 kennt er Alexander Schmorell, mit dem ihn bald eine enge Freundschaft verbindet. 1941 heiratet Christoph Probst Herta Dohrn, mit der er drei Kinder hat. Alexander Schmorell führt Christoph Probst im Sommer 1942 in den Freundeskreis um Hans Scholl ein. Trotz seiner Versetzung nach Innsbruck im Dezember 1942 beteiligt Probst sich bei seinen Besuchen in München aktiv an der Diskussion des fünften Flugblattes der Weißen Rose und ist auch bereit, selbst eine Flugschrift zu verfassen. Nach der Festnahme der Geschwister Hans und Sophie Scholl findet die Gestapo einen Flugblattentwurf von Probst in Hans Scholls Jackentasche, in dem es heißt: "Hitler und sein Regime muss fallen, damit Deutschland weiter lebt." Christoph Probst wird am 20. Februar 1943 in Innsbruck festgenommen und am 22. Februar 1943 gemeinsam mit den Geschwistern Scholl vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Am selben Tag empfängt er unmittelbar vor seiner Hinrichtung im Strafgefängnis München-Stadelheim die katholische Taufe. Sein Schwiegervater Harald Dohrn wird noch am 29. April 1945 im Perlacher Forst bei München ermordet, weil er die Gründung der "Freiheitsaktion Bayern" begrüßt hat.

Literatur

  • Christiane Moll: Die Weiße Rose. In: Peter Steinbach/Johannes Tuchel (Hrsg.): Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Berlin und Bonn 1994, S. 443-467
  • Christiane Moll (Hrsg.): Alexander Schmorell - Christoph Probst. Gesammelte Briefe. Berlin 2011.