Der 1906 in Berghofen, Niederbayern, geborene Johann Maier wirkt seit 1939 als Domprediger in Regensburg. Er ist als entschlossener Gegner des Regimes bekannt und trifft sich regelmäßig mit Gleichgesinnten. Als am 22. April 1945 der nach Regensburg geflohene Gauleiter von Bayreuth Ludwig Ruckdeschel die Verteidigung der Stadt befiehlt, versammeln sich einen Tag später am frühen Abend mehrere hundert Regensburger auf dem Marktplatz und fordern die kampflose Übergabe ihrer Stadt an die Amerikaner. Johann Maier mahnt die Teilnehmer der Versammlung zur Besonnenheit. Mitglieder der NSDAP nehmen aus der Menge einige Demonstranten fest. Der Regensburger Bezirksinspektor Michael Lottner wird auf der Stelle erschossen; Domprediger Johann Maier und der Lagerarbeiter Josef Zirkl werden von einem Standgericht unter dem Vorsitz eines Landgerichtsdirektors angeklagt und nach kurzer Verhandlung zum Tode verurteilt. Am 24. April 1945 werden sie öffentlich ermordet, während bereits die anrückenden amerikanischen Panzer zu hören sind.