In Leer geboren, wächst Hermann Lange als Sohn eines Navigationslehrers in wohlhabenden Verhältnissen auf. Früh entscheidet er sich, Geistlicher zu werden, schließt sich der katholischen Jugendbewegung an und steht dem Nationalsozialismus stets ablehnend gegenüber. Nach dem Theologiestudium wird Lange 1938 in Osnabrück zum Priester geweiht und wenig später zum Vikar an der Lübecker Herz-Jesu-Kirche ernannt. Er konzentriert sich auf die Jugendarbeit und kann alle, die ihm begegnen, durch seine Ernsthaftigkeit und Zuverlässigkeit tief beeindrucken. Hermann Lange beteiligt sich an der Verbreitung regimekritischer Flugblätter, die unter anderem die Predigten des Bischofs von Galen enthalten. Am 15. Juni 1942 festgenommen, wird Hermann Lange am 23. Juni 1943 im "Lübecker Christenprozess" vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 10. November 1943 in Hamburg ermordet.