Erich Hoepner beginnt seine militärische Ausbildung 1905 in Metz, wird 1933 Chef des Generalstabes des Wehrkreiskommandos I in Königsberg und zwei Jahre später in den Generalstab nach Berlin versetzt. Hier trifft er auf den Generalstabschef Ludwig Beck und beteiligt sich 1938 an den Planungen der Militäropposition um Franz Halder, Hitler durch einen Staatsstreich zu stürzen. Als Führer eines Panzerverbandes vor Moskau ignoriert Hoepner, der bis dahin den Überfall auf die Sowjetunion befürwortet hat, im Januar 1942 Hitlers Durchhaltebefehl und zieht seine Truppen zurück. Er wird sofort von seinem Posten als Oberbefehlshaber der 4. Panzerarmee abgelöst und einen Tag später aus der Wehrmacht ausgestoßen. Hoepner nimmt bald die Verbindungen zur Militäropposition wieder auf und trifft sich in den folgenden Monaten mehrfach mit Friedrich Olbricht und Ludwig Beck, später auch mit Stauffenberg. In der Umsturzplanung der Verschwörer fällt ihm am 20. Juli 1944 die Rolle des "Oberbefehlshabers im Heimatkriegsgebiet" zu. Nach dem Scheitern des Attentats wird Hoepner am 8. August 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am selben Tag in Berlin-Plötzensee ermordet.