Biografien

Marek Edelman
Marek Edelman 

Marek Edelman

(1922 - 02. Oktober 2009)

Als junger Mann schließt sich Marek Edelman in Warschau einer linken zionistischen Gruppe an und fordert unter dem Eindruck von Nachrichten über die Erschießung osteuropäischer Juden und zunehmender Deportationen in die nationalsozialistischen Vernichtungslager, aktiv Widerstand zu leisten. Seit dem Sommer 1942 bereitet er sich mit Freunden auf eine bewaffnete Aktion vor. Sie soll ein Zeichen der Auflehnung sein und beweisen, dass sich die Juden, die den Nationalsozialisten wehrlos ausgeliefert sind, nicht „wie Schafe zur Schlachtbank“ führen lassen. Edelman gehört zu den Gründern der zum Kampf entschlossenen Untergrundorganisation ŻOB (Żydowska Organizacja Bojowa). Als einer der drei stellvertretenden Kommandeure unter Mordechai Anielewicz kämpft er zu Beginn des bewaffneten Aufstands im Warschauer Ghetto in der zweiten Gruppe der Aufständischen auf dem Gebiet der Bürstenfabrik. Er kann am 10. Mai 1943 durch einen Kanalschacht aus dem Ghetto fliehen und untertauchen. Edelman schließt sich der polnischen Untergrundarmee Armia Krajowa an und kämpft im Sommer 1944 im Warschauer Aufstand erneut gegen die nationalsozialistischen Besatzungstruppen. Er kann das Kriegsende überleben.

Literatur

  • Dan Kurzman: Der Aufstand. New York 1976
  • Emanuel Ringelblum: Ghetto Warschau. Tagebücher aus dem Chaos. Stuttgart 1967
  • Marek Edelman: Das Ghetto kämpft. Berlin 1993